Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Frankfurter Börsenbrief" empfehlen bei der Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) ein Kauflimit bei 53,40 Euro.
Die jüngsten Überlegungen zur Deutschen Postbank würden Sinn machen und die frühere Empfehlungsaktie der Experten von "Frankfurter Börsenbrief" wieder ins Blickfeld rücken. Sie hätten schon Anfang des Jahres geäußert, dass die Chancen gut stünden, dass die Tochter der Deutschen Post per Jahresende nicht mehr eigenständig sei. Die Mutter halte eine Beteiligung von 50% und einer Aktie, möchte dieses Paket aber anscheinend nicht einfach verkaufen.
Bei der Veräußerung des Pakets (Wert grob 4,5 Mrd. Euro) müsste man sich anschließend wohl mit fordernden Aktionären auseinandersetzen, da große neue Investitionsobjekte derzeit nicht anstünden. Das Problem: Die Deutsche Postbank habe zwar einen riesigen Kundenbestand mit etwa 15 Mio., sei jedoch auf der Produktseite zu schwach auf der Brust. Hier könnte eine Allianz mit anderen Großbanken wie Deutsche Bank, Dresdner Bank oder auch ING eine wichtige Abhilfe leisten. Für die letztgenannten wäre es selbstverständlich reizvoll, das eigene Produktsortiment einer so breiten Kundschaft anbieten zu können, sodass sich eine klassische Win-Win-Situation ergäbe.
Das wäre dann keine Übernahme, sondern eine Zusammenlegung des Geschäfts (Fusion unter Gleichen), wobei die Deutsche Post als Großaktionär an Bord bliebe und dann in Ruhe disponieren könnte, eventuell auch erst nach dem Ausscheiden vom derzeitigen Cheflenker Klaus Zumwinkel.
Wenn die Experten von "Frankfurter Börsenbrief" grundsätzlich auch noch sehr reserviert gegenüber der Bankenbranche stehen und sogar auch gezielte Short-Spekulation empfohlen hatten, ergibt diese Betrachtung eine neue Kaufempfehlung für die Aktie der Deutschen Postbank. Die Gewinnschätzung per 2008 sei 4,97 Euro, KGV somit grob 11,4. Man lege das Auffangnetz etwas unter das aktuelle Niveau mit einem Kauflimit bei 53,40 Euro. Das Kursziel sehe man bei 75,00 Euro. Das Stop-loss-Limit sollte bei 47,90 Euro platziert werden. (Ausgabe 6 vom 09.02.2008) (11.02.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 11.02.2008