Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Matthias Engelmayer, Analyst von Independent Research, votiert für die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) weiterhin mit "halten".
Aufgrund des eingeschränkten Reportings sei eine Analyse der Zahlen für das dritte Quartal nur bedingt möglich. Das Ergebnis für das dritte Quartal habe unter dem Einfluss hoher Wertberichtigungen auf griechische Staatsanleihen in der Größenordnung von 341 Mio. EUR gestanden. Somit hätten sich die Wertberichtigungen auf griechische Staatsanleihen auf Neunmonatsbasis auf 527 Mio. EUR summiert.
Mit einer Nettozuführungsquote von annualisiert 30 bp deutlich unter dem 2010-Niveau, habe sich die Kreditqualität im abgelaufenen Quartal nochmals verbessert.
In ihrer Bewertung der Zahlen zum dritten Quartal hätten die Analysten ihre Gewinnprognosen unter Berücksichtigung des anhaltend negativen Kapitalmarktumfeldes sowie der schwächeren Wirtschaftsaussichten in Deutschland, geändert. So würden sie das EPS 2011e nach 1,97 EUR nun bei 0,12 EUR sowie das EPS 2012e nach 2,30 EUR nun bei 0,77 EUR sehen. Dabei würden sie in den nächsten Quartalen von einer weiteren Bilanzbereinigung des einst umfangreichen Staatsanleiheportfolios und damit von negativen GuV-Effekten ausgehen.
Da die Analysten von Independent Research in ihrer Sum-of-the-Parts-Bewertung eine Bewertungsprämie aufgrund des erwarteten Squeeze-out-Verfahrens, das frühestens ab 2012 möglich ist, unterstellt haben, belassen sie ihr Kursziel für die Deutsche Postbank-Aktie bei 23 EUR und votieren weiterhin mit "halten". (Analyse vom 14.11.2011) (15.11.2011/ac/a/nw)