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Auch die Deutsche Postbank sehe sich im ersten Quartal möglichen Belastungen im Zuge der Ausweitung der weltweiten Finanzkrise gegenüber. Dies habe der CEO Wolfgang Klein gestern während einer Unternehmenspräsentation in London betont. Vor allem bewertungs-technisch zeige sich hier die Verschärfung der Finanzkrise, da zuletzt auch bei normalen strukturierten Finanzprodukten - die Deutsche Postbank habe hier prinzipiell ein Exposure von hoher Qualität - kaum ein Handel stattgefunden habe. Insofern könnte hier eine Neubewertung notwendig werden. Die Postbank dürfte diese Belastung gut verkraften. Da das Haus möglicherweise schon bald vor Veränderungen stehe, sei dieses Thema ohnehin eher eine Nebensache.
Mit einem 2008er KGV von 12,5 sei die Aktie zwar nicht so günstig wie die großen Investmentbanken, aber vor dem Hintergrund der jüngsten Übernahmegerüchte sei diese Bewertung zu rechtfertigen.
Aus Sicht der technischen Analyse ist die Deutsche Postbank-Aktie eine Halteposition, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. In den nächsten vier Wochen werde sich hier die weitere Tendenz entscheiden. Der Wert befinde sich nämlich innerhalb eines vorläufigen Aufwärtstrends, der aber noch von einem mittelfristigen Abwärtstrend dominiert werde. Hinzu komme, dass die Aktie bei 62,78 EUR auf einen Widerstand treffe. Die Abwärtstrendlinie verlaufe aktuell bei 63,41 EUR (wöchentlich fallend), die vorläufige Aufwärtstrendlinie bei 55,92 EUR (wöchentlich steigend).
Die Markttechnik zeige eine leichte Aufwärtsbewegungsdynamik und eine Verbesserung des Trendumfelds, wobei noch kein maßgeblicher Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik vorliege. Ein Test der Abwärtstrendlinie sei wahrscheinlich, Käufe sollten aber bis zu einer Auflösung des Abwärtstrends zurückgestellt werden. Danach würden sich die nächsten Widerstände bei 65,94 EUR und 68,00 EUR befinden. Die letztgenannte Marke stelle im Falle der Auflösung des Abwärtstrends das längerfristige Kursziel dar.
Falle die Aktie hingegen unter die Unterstützung bei 57,69 EUR und löse den vorläufigen Aufwärtstrend auf, sollten bestehende Positionen aufgelöst werden, da das theoretische Rückschlagspotenzial dann bei 48,58 EUR liege. Eine gut behauptete Tendenz würden die Analysten aber für die kommenden Wochen für wahrscheinlicher halten.
Aus fundamentalen Gesichtspunkten sehen die Analysten der SEB auf Zwölf-Monatssicht weiterhin ein Kursziel von 67 EUR und bewerten die Deutsche Postbank-Aktie mit "hold". (Analyse vom 03.04.2008) (03.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 03.04.2008
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