Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Pierre Drach und Markus Armer, Analysten von Independent Research, empfehlen weiterhin, die Aktien der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) zu reduzieren.
Die Gesellschaft habe aufgrund der globalen Finanzkrise weitere Abschreibungen für das erste Quartal 2008 angekündigt. Dabei handle es sich nach Angaben von Vorstandschef Wolfgang Klein aber in erster Linie um vorübergehende Wertschwankungen in verschiedenen Anlageklassen. Diese würden sich im Handelsergebnis und den Neubewertungsrücklagen niederschlagen. Die Nachricht stelle nach Ansicht der Analysten von Independent Research keine Überraschung dar. 2007 habe der Konzern im Zusammenhang mit der Krise 112 Millionen Euro abschreiben müssen.
Ende 2007 habe der Konzern über ein Portfolio aus strukturierten Wertpapieren in Höhe von 6,3 Milliarden Euro verfügt. Die hierin enthaltenen Subprimerisiken würden sich auf 0,8 Milliarden Euro belaufen.
Bis 2010 solle der Vorsteuergewinn auf 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro steigen und die Aufwands-Ertragsquote im klassischen Bankgeschäft auf unter 58% sinken. Das Kursziel für die Aktie erhöhe man im Zuge der Sektorerholung von zuvor 54 Euro auf nun 56 Euro. Das Papier werde aufgrund der Fusions- und Übernahmespekulationen wahrscheinlich volatil bleiben. Aus fundamentaler Sicht halte man die Aktie aber weiterhin für hoch bewertet.
Die Analysten von Independent Research empfehlen weiterhin, die Aktien der Deutschen Postbank zu reduzieren. (Analyse vom 03.04.2008)
(03.04.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 03.04.2008