Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Stefan Bongardt und Matthias Engelmayer, Analysten von Independent Research, reduzieren ihr Votum für die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) von "halten" auf "verkaufen".
Unternehmensberichten zufolge stehe die Deutsche Postbank bezüglich eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in Verhandlungen mit der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000). Dieser Vertrag bedürfe der Zustimmung einer Mehrheit von 75% der Hauptversammlung am 05.06.2012.
Ziel der Vereinbarung sei die stärkere Integration der Deutschen Postbank in die Deutsche Bank, was u.a. steuerrechtliche Vorteile sowie die vollständige Kontrolle über das Konzernergebnis der Postbank beinhalte. Die Analysten seien der Meinung, dass ein kurzfristiges Herausdrängen von Minderheitsaktionären nicht zu erwarten sei, da bei der Deutschen Bank die Schließung der von der EBA ermittelten Kapitallücke von 3,2 Mrd. EUR sowie die Beilegung von Schadenersatzforderungen in den USA vorerst im Vordergrund stehen sollten. Aus Sicht der Analysten stelle der am 20.10.2010 von der Deutschen Bank gebotene Übernahmepreis von 25 EUR im Rahmen eines mittelfristigen Anlagehorizonts die Mindestausgleichszahlung für die Postbank-Aktie dar.
Die Analysten von Independent Research haben das Kursziel für die Aktie der Deutschen Postbank von 23 EUR auf 25 EUR angepasst und ihre Empfehlung von "halten" auf "verkaufen" geändert. (Analyse vom 13.01.2012) (13.01.2012/ac/a/nw)