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29.06.2007 16:26

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Deutsche Steinzeug AG kaufen

Augsburg (aktiencheck.de AG) - Philipp Leipold, Analyst von GBC Research, empfiehlt im aktuellen "Falkenbrief" die Aktie der Deutschen Steinzeug AG (ISIN DE000A0JQ437/ WKN A0JQ43) zu kaufen.

Länger als von den Analysten erwartet, ziehe sich der Restrukturierungsprozess bei ihrem FALKENDEPOT "spekulativ"-Wert hin. Sowohl das vierte Quartal 2006 als auch das erste Quartal 2007 hätten die hohen Erwartungen der Analysten leider nicht erfüllen können. Das Jahr 2007 werde nochmals ein Übergangsjahr werden, das im Zeichen der Investitionen und Weichenstellungen stehe. Nichtsdestotrotz würden die Analysten an ihrer Kaufempfehlung für die Aktie festhalten.

Die Umsätze hätten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr leicht um 3,6% auf 60,7 Mio. Euro gesteigert werden können. Maßgeblich hierfür sei eine erhöhte Auslandsnachfrage gewesen. Auf der Kostenseite habe es im ersten Quartal eine Reihe von Sonderfaktoren gegeben, die insbesondere den Materialaufwand belastet hätten. Die Rohertragsmarge sei deutlich von 57,7% in 2006 auf 54,1% in 2007 gefallen. Ursächlich für die rückläufige Entwicklung seien einerseits deutlich gestiegene Energie- und Rohstoffkosten und andererseits die temporäre Stilllegung der Produktion aufgrund von Investitionen zur Kapazitätserweiterung in den Werken Sinzig und Schwarzenfeld gewesen.

Ein weiterer belastender Faktor sei gewesen, dass, bedingt durch die Fertigungsstillstände, vermehrt Fremdware habe hinzugekauft werden müssen. Unter Berücksichtigung dieser Sondereffekte sei das EBITDA im ersten Quartal 2007 um fast 3 Mio. Euro auf 4,1 Mio. Euro gesunken. Aufgrund der Abschreibungen von 2 Mio. Euro und des negativen Zinsergebnisses von 2 Mio. Euro habe sich das Vorsteuerergebnis auf 0,1 Mio. Euro (Vorjahr 3,1 Mio. Euro) belaufen.

Am Tage der Hauptversammlung habe die Gesellschaft Zahlen für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres veröffentlicht. Diese würden berechtigten Anlass zu mehr Optimismus geben. Beim operativen Ergebnis habe im Vergleich zum Vorjahr wieder aufgeholt werden können. So habe das EBITDA im April und Mai bei 4,7 Mio. Euro (Vorjahr 3,9 Mio. Euro) gelegen und um fast 1 Mio. Euro verbessert werden können. Hier hätten sich bereits die gesunkenen Energiekosten positiv ausgewirkt.

Für das laufende Jahr würden die Analysten einen moderaten Umsatzanstieg von 4,1% auf 248,0 Mio. Euro erwarten. Die Kapazitäten am Standort Sinzig seien erheblich ausgeweitet worden. Zudem sollten die Betriebsferien in diesem Sommer verkürzt werden, um die hohe Nachfrage bedienen zu können. Bei den Materialkosten sollte in den kommenden Quartalen infolge der sinkenden Energiepreise und Beendigung der Produktionsstilllegung auch eine Verbesserung eintreten.

Für das EBITDA würden die Analysten daher von 20,8 Mio. Euro ausgehen, was in etwa dem des Vorjahrs entspreche. Die Abschreibungen sollten aufgrund der erhöhten Investitionstätigkeit mit 8,5 Mio. Euro leicht ansteigen. Die Analysten würden den Investitionsbedarf in 2007 auf über 10 Mio. Euro schätzen. Aufgrund der angespannten Finanzlage in der Vergangenheit habe sich hier ein gewisser Investitionsbedarf angestaut. Das Zinsergebnis würden die Analysten auf 8 Mio. Euro schätzen.

Steinzeug bezahle derzeit auf die Bankkredite einen sehr hohen Zinssatz von im Schnitt 10%. Hier werde eine Umschuldung angestrebt, die sich jedoch frühestens 2008 positiv im Finanzergebnis niederschlage. Des Weiteren sei es zu erwarten, dass mit Veröffentlichung des Wertpapierprospektes Ende Juli die beiden Aktiengattungen zügig zusammengelegt würden. Auf der Hauptversammlung sei auch eine verstärkte IR-Arbeit und die Einführung des Xetra-Handels in Aussicht gestellt worden. Dies sehe man positiv.

Im kommenden Jahr 2008 sollten dann die eingeleiteten Maßnahmen viel deutlicher in den Ertragszahlen erkennbar werden. Bei einem weiteren Umsatzzuwachs würden die Analysten ein EBITDA von 26,3 Mio. Euro und ein EPS von 0,35 Euro erwarten. Den fairen Wert würden sie bei 3,54 Euro und somit auf mittlere Sicht weiter deutliches Kurspotenzial sehen.

Vor diesen Hintergründen lautet das Rating der Analysten von GBC Research für die Deutsche Steinzeug AG-Aktie im aktuellen "Falkenbrief" "kaufen". (Analyse vom 29.06.2007) (29.06.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 29.06.2007

Zusammenfassung: Deutsche Steinzeug AG kaufen
Unternehmen:
Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG nach Kapitalherabsetzung
Analyst:
Falkenbrief
Kursziel:
-
Rating jetzt:
kaufen
Kurs*:
2,30 EUR
Abst. Kursziel*:
-
Rating vorher:
-
Kurs aktuell:
0,14 EUR
Abst. Kursziel aktuell:
-
Analyst Name:
-
KGV*:
-
Ø Kursziel:
-

*zum Zeitpunkt der Analyse

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