27.02.2008 18:09
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Drägerwerk halten (Bankhaus Lampe KG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Analystin vom Bankhaus Lampe, Leslie Iltgen, stuft die Aktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636/ WKN 555063, VZ) von "verkaufen" auf "halten" hoch.

Das Jahresergebnis 2007 habe insbesondere bedingt durch eine niedriger als erwartete Steuerquote von nur 33,5% sowie mit 14,6 Mio. EUR geringere Anteile konzernfremder Gesellschafter über den ursprünglichen Erwartungen der Analysten gelegen. Der Umsatz sei nahezu konstant bei 1.819,0 Mio. EUR (2006: 1.801,3 Mio. EUR) geblieben. Der Bereich Sicherheitstechnik (+8,2% auf 637,5 Mio. EUR) habe die Umsatzverluste im Medizintechnik-Segment (-2,4% auf 1.209,4 Mio. EUR) auffangen bzw. leicht überkompensieren können.

Insbesondere das schwache US-Medical-Geschäft habe sich weiterhin belastend ausgewirkt. Das operative Ergebnis des Konzerns sei auf 151,9 Mio. EUR nach 148,2 Mio. EUR im Vorjahr gestiegen. Jedoch seien Einmalaufwendungen in Höhe von 27,3 Mio. EUR angefallen. Der Löwenanteil sei dabei mit 23,2 Mio. auf den Bereich Medizintechnik für Personalaufwendungen, Portfoliobereinigungen und Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Verzögerung bei Infinity ACS stünden, entfallen. Unter Berücksichtigung dieser Einmalaufwendungen habe das Konzern-EBIT mit 124,3 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahresniveau gelegen.

Positiv werte man die deutliche EBIT-Margensteigerung im Bereich Safety von 9,3% in 2006 auf 10,9%. Die Investitionen seien von 83,5 Mio. EUR in 2006 auf 128,7 Mio. EUR deutlich gestiegen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten würden bei 322 Mio. EUR nach 254,4 im Vorjahr liegen. Das Nettoergebnis habe bei 46,2 Mio. EUR gelegen, was einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 3,60 EUR entspreche.

2008 werde aus Sicht der Analysten ein Übergangsjahr für den Konzern bleiben. Zwar rechne man für das laufende Geschäftsjahr mit leicht steigenden Umsätzen, jedoch dürfte es beim Konzern-EBIT keine wesentliche Verbesserung geben. Das Ergebnis in 2008 werde von weiteren Einmalaufwendungen unter anderem zur Schaffung einer einheitlichen IT-Plattform und zur weiteren Beschleunigung der Entwicklung und Einführung von Infinity ACS Komponenten belastet bleiben. In ihren Schätzungen würden die Analysten von Aufwendungen in Höhe von rund 22 Mio. EUR ausgehen. Davon dürften etwa 10 Mio. EUR wieder im Bereich Medizintechnik anfallen, weitere 2 Mio. EUR im Bereich Safety und rund 10 Mio. EUR auf Konzernebene. Erst ab 2009 rechne man wieder mit einem planmäßigen Verlauf des Medizintechnikgeschäfts.

Die Analysten hätten ihre Schätzungen für 2008 und 2009 entsprechend angepasst. Demzufolge würden sie in 2008e Umsätze in Höhe von 1.860 Mio. EUR erwarten, ein EBIT von 127 Mio. EUR (inkl. Einmalaufwendungen), ein Ergebnis vor Steuern von 94,5 Mio. EUR und ein Nettoergebnis in Höhe von 44,7 Mio. EUR, was zu einem Ergebnis je Aktie von 3,55 EUR führe. In 2009 würden die Analysten sowohl beim Umsatz (2009e: 1.930 Mio. EUR), als auch beim EBIT (2009e: 163 Mio. EUR) wieder mit einer deutlicheren Steigerung rechnen, was zu einem geschätzten Ergebnis je Aktie von 4,97 EURe führe.

Zwar würden noch einige Unsicherheiten über den weiteren Geschäftsverlauf bestehen bleiben, jedoch werte man die gestiegene Transparenz bzgl. ausstehender Einmalaufwendungen sowie der Maßnahmen das schwache US-Medical-Geschäft voranzutreiben als grundsätzlich positiv. Neben der Neubesetzung des Managements solle in den USA der Vertrieb neu ausgerichtet und die Vertriebs- und Serviceaktivitäten stärker miteinander verzahnt werden. Ziel des Managements sei es, eine deutliche Beschleunigung des Wachstums in der Region zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund ändern die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr Anlageurteil für die Aktie von Drägerwerk von "verkaufen" auf "halten". Das neue Kursziel liege bei 43 EUR. (Analyse vom 27.02.2008) (27.02.2008/ac/a/t)
Analyse-Datum: 27.02.2008

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