Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der WestLB stufen die Vorzugsaktie von Drägerwerk (ISIN DE0005550636/ WKN 555063) unverändert mit "hold" ein, senken aber das Kursziel von 72 auf 61 EUR.
Die Telefonkonferenz habe wenig Neues gebracht. Auf Grund des Umstands, dass der Umsatz in Q3 um 4% gestiegen sei, scheine das Hauptproblem nicht bei den Gesamteinnahmen zu liegen, jedoch bei der regionalen Umsatzaufteilung. Unglücklicherweise habe das Management keine Details bekannt gegeben, wie die Probleme in den USA gelöst werden könnten. Die relevanten Änderungen im Management seien jedoch schon vorgenommen worden.
Die operative Visibilität bleibe sehr gering. Eine Wette auf einen schnellen Umschwung sei daher risikoreich. Auf Basis der revidierten Gewinnschätzungen sehe man jedoch weiteres Abwärtspotenzial als begrenzt an. Die EPS-Schätzungen seien für 2007 von 4,12 auf 3,93 EUR, für 2008 von 4,61 auf 4,38 EUR und die für 2009 von 5,06 auf 4,82 EUR gesenkt worden. Damit sei ein langsamer als erwarteter Start des Systems Infinity ACS sowie eine geringere Profitabilität der Medical-Sparte berücksichtigt worden.
Nach Jahren mit einer starken Margengenerierung in der Medizintechnik scheine nun ein Trendbruch vorzuliegen. Die zukünftige Margenentwicklung bleibe nach den spärlichen Informationen des Managements im Unklaren.
Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der WestLB die Vorzugsaktie von Drägerwerk weiterhin zu halten. (Analyse vom 31.10.07) (31.10.2007/ac/a/t)
Analyse-Datum: 31.10.2007