Die Analysten des Bankhaus Lampe bewerten am 22. April die Aktie des deutschen Automobilzulieferers und Anlagenbauers Dürr AG nach wie vor mit "Verkaufen". Das Kursziel liegt mit Sicht auch zwölf Monate bei 13,50 Euro.
Nachdem Dürr bereits Ende Februar die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr
2004 bekannt gegeben habe, hätten die am 21. April publizierten endgültigen Daten
nicht mehr sonderlich überraschen können, wobei die aktuellen Daten leicht über den zuvor
genannten Zahlen gelegen hätten. Zu beachten sei, dass die nun veröffentlichten
Zahlen erstmals nach IFRS (bislang: US-GAAP) publiziert worden seien.
Einschließlich des negativen Nettoergebnisbeitrages in Höhe von 6,9 Mio. Euro der
nicht fortgeführten Bereiche, habe Dürr ein Konzernergebnis von 4,7 Mio. Euro
(Vorjahr: -30,3 Mio. Euro) beziehungsweise einen Gewinn je Aktie von 0,40 Euro erzielt. Die Gesellschaft werde für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende ausschütten.
Insgesamt gehen die Analysten für 2005 von einem Rückgang des Umsatzes um rund 7 Prozent aus und für 2006 nochmals um circa 1 Prozent. Sie erwarten, dass die EBT-Marge gegenüber 2004 leicht ansteigen werde, so dass sich das Nettoergebnis des Konzerns überproportional erhöhen sollte. Angesichts des in 2004 jedoch nur marginalen Gewinns dürfte das Konzernergebnis auch im laufenden Jahr nur auf unbefriedigendem Niveau liegen.
Im aktuellen Kapitalmarktumfeld zeige der Peer-Group-Vergleich mit anderen deutschen Maschinen- und Anlagenbauern insgesamt eine Überbewertung. Die EPS-Schätzungen für die Jahre 2005 und 2006 liegen bei 0,83 respektive 1,11 Euro. Daraus resultiert ein KGV in Höhe von 17,8 respektive 13,2.