Hamburg (aktiencheck.de AG) - Annemarie Schlüter, Analystin der Hamburger Sparkasse, bewertet die ENI-Aktie (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) nach wie vor mit "kaufen".
Ente Nazionale Idrocarburi (ENI), Italien, sei der sechstgrößte Mineralölkonzern der Welt. Er verfüge über rund 6,4 Mrd. Barrel Öl- und Gasreserven. Ziel des Konzerns sei es, die Fördermenge bis 2010 um durchschnittlich 3% p.a. auf 2,0 Mio. Barrel pro Tag (b/d) zu erhöhen (aktuell: ca. 1,8 Mio. b/d). Die Kerngeschäftsfelder würden sich auf die Öl- und Gasbereiche konzentrieren, die zuletzt markant ausgebaut worden seien. Eine wesentliche Beteiligung bestehe bei der Gasvernetzung (Snam Rete Gas/ 50,6%), die auf max. 5% abgebaut werden müsse. Aufgrund der Akquisitionspolitik sei die Verschuldung zunächst stark angestiegen, habe aber deutlich reduziert werden können (S&P-Kreditrating AA). Der italienische Staat halte derzeit rund 30% der Anteile.
Die Ölkonzerne stünden zurzeit mehrheitlich im Spannungsfeld zwischen Ertragsstärke und Investitionsbedarf. Aufgrund seiner guten Positionierung im Gas- und Ölgeschäft verfüge ENI im Vergleich zu anderen Branchenmitgliedern über Wettbewerbsvorteile. Weitere "Pluspunkte" würden das niedrige Bewertungsniveau sowie die attraktive Dividendenrendite liefern. Da allerdings erst ab 2010 mit einem dynamischeren Produktionswachstum zu rechnen sei, empfehle sich ein Engagement lediglich für den Langfristanleger.
Die Analysten der Hamburger Sparkasse belassen ihr Rating für die Aktie von ENI unverändert bei "kaufen". (26.03.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 26.03.2007