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ENI sei der weltweit sechstgrößte Ölkonzern und verfüge über ca. 7 Mrd. Barrel Öl- und Gasreserven. Neben den Segmenten Öl und Erdgas sei ENI in den Bereichen Raffinerie und Petrochemie tätig. Im Heimatmarkt Italien sei der Konzern Marktführer in der Öl- und Gasversorgung und betreibe dort das größte Tankstellennetz.
ENI habe mit den Zahlen zum 1. Quartal 2007 die Marktteilnehmer positiv überraschen können. Der operative Gewinn sei im Quartalsvergleich um 5,1% auf 5,25 Mrd. Euro zurückgegangen. Auch das um Sonderposten bereinigte Ergebnis sei um 9,3% auf 2,68 Mrd. Euro gefallen. Dennoch hätten beide Ergebnisse über den durchschnittlichen Analystenerwartungen gelegen.
Die Gründe für den Gewinnrückgang seien in einer geringeren durchschnittlichen Produktionsmenge, dem gesunkenen Ölpreis sowie der schwachen Entwicklung des USD gegenüber dem Euro begründet. Im Bereich des Fördergeschäfts hätten Probleme in Nigeria, die Beschlagnahmung eines Feldes in Venezuela sowie Wartungsarbeiten zu einem Rückgang des EBIT und der Produktion geführt. Positiv habe der Bereich Gas & Power überrascht. Hier sei ein EBIT-Zuwachs von 40% auf 1,6 Mrd. Euro erzielt worden.
Für das Geschäftsjahr 2007 gehe das Unternehmen weiterhin von einer unveränderten Fördermenge gegenüber dem Vorjahr aus. Aufgrund der zahlreichen Zukäufe in den vergangenen Monaten habe das ENI sein geplantes durchschnittliches Produktionswachstum in den Jahren 2007 bis 2010 von bislang 3% auf 4% pro Jahr angehoben. Erst kürzlich habe der Konzern für rund 9,5 Mrd. USD Produktionsstätten im Kongo, in Angola, in Russland und den USA erworben. Ziel dieser zahlreichen Zukäufe sei es, die Förderquote zu erhöhen und sich einen festen Stand in den Ländern mit einem starken Förderpotenzial zu sichern. Für 2007 stünden 9,2 Mrd. USD für weitere Zukäufe bereit.
ENI zeige in seinen jüngsten Quartalszahlen ein gutes Ergebnis und erfreuliche Produktionsperspektiven. Das Unternehmen zeichne sich durch ein hohes Wachstumspotenzial und einer starken Stellung im Gasgeschäft aus. Auch in Zukunft sollte es ENI gelingen, seinen operativen Gewinn nachhaltig zu steigern. Ein höherer Ölpreis sowie das starke Expansionstempo im Upstream-Bereich würden sich auf den Kurs der Aktie positiv auswirken.
Mit einem im Branchendurchschnitt vergleichsweise niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,31 sowie einer überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite von 4,70% bleibt die ENI-Aktie kaufenswert, so die Analysten der Weberbank. Das Stop-loss-Limit würden sie von 21,50 auf 24,00 Euro erhöhen. (Analyse vom 28.06.2007) (28.06.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 28.06.2007
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