New York (aktiencheck.de AG) - Gordon Gray und Kim Fustier, Analysten von J.P. Morgan Securities, stufen das Rating für den Anteilsschein von ENI (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) von "overweight" auf "neutral" herab.
ENI zeichne sich zwar durch eine hohe Dividendenrendite aus und das Produktionswachstum dürfte in den Jahren 2007 bis 2010 mit jährlich 3,1% über dem Branchendurchschnitt liegen, allerdings habe sich das Chance-Risiko-Verhältnis der Aktie verschlechtert. So würden beispielsweise die Risiken um das Kashagan-Ölfeld wieder zunehmen. Die aktuellen Verhandlungen könnten dazu führen, dass sich eine weitere Verzögerung bis 2012 oder 2013 einstellen werden.
Trotz der Übernahmen, die ENI getätigt habe, liege die Lebensdauer der Reserven unter dem Branchendurchschnitt. Entsprechend halte man es für wahrscheinlich, dass das Unternehmen weitere Akquisitionen tätigen werde. Nach den jüngsten Äußerungen italienischer Minister seien zudem höhere Risiken hinsichtlich der Besteuerung von Ölgesellschaften gegeben. Bei J.P. Morgan Securities habe man die EPS-Prognosen für 2008 und 2009 von 2,67 EUR auf 2,78 EUR und von 2,73 EUR auf 2,79 EUR erhöht, so dass sich nun für beide Jahre ein KGV von 9,1 ermitteln lasse. Das Kursziel sehe man unverändert bei 26,00 EUR.
Die Analysten von J.P. Morgan Securities vergeben nun das Rating "neutral" für die ENI-Aktie. (Analyse vom 06.06.08) (06.06.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 06.06.2008