Paris (aktiencheck.de AG) - Aymeric de Villaret und Stephane Foucaud, Analysten der Société Générale, stufen die Aktie des italienischen Unternehmens ENI (ISIN IT0003132476/ WKN 897791) von "hold" auf "sell" herab.
ENI habe eines der riskantesten Profile innerhalb des europäischen Ölsektors. Mit einer hohen Präsenz in Afrika und den ehemaligen Sowjetrepubliken dürften sich die Risikofaktoren aufgrund der ausgebauten Positionen in Afrika und dem Nahen Osten erhöhen, während ENI die Produktion in den OECD-Regionen zurückfahre. Obwohl der Wachstumsausblick und die Bewertung weiterhin attraktiv seien, seien insbesondere die mit den kasachischen Projekten verbundenen Risiken ein Grund zur Besorgnis.
Seit dem Jahr 2000 habe ENI eine recht aggressive Akquisitionspolitik betrieben. Die derzeitige Situation im Ölgeschäft mache Übernahmen zunehmend kostspielig. Da die Wachstumsziele des Unternehmens nur durch Akquisitionen erreichbar seien, nehme man der Aktie gegenüber eine vorsichtigere Haltung ein. Die EPS-Schätzungen der Analysten der Société Générale würden für die Fiskaljahre 2007 und 2008 bei 2,56 EUR und 2,93 EUR liegen, woraus sich ein KGV von 9,8 und 8,6 errechnen lasse. Das Kursziel der Aktie werde von 26,00 EUR auf 22,00 EUR zurückgesetzt.
Vor diesem Hintergrund vergeben die Analysten der Société Générale nun das Rating "sell" für die Aktie von ENI. (Analyse vom 14.01.08) (14.01.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 14.01.2008