Hannover (aktiencheck.de AG) - Heino Hammann, Analyst der Nord LB, stuft die Aktie von E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) nach wie vor mit "halten" ein.
E.ON werde mit dem brasilianischen Unternehmen MPX (ISIN BRMPXEACNOR2/ WKN A0M888) ein Joint-Venture gründen und sich zu 10% an dem Unternehmen beteiligen. Damit werde zum einen die Abhängigkeit von den europäischen Märkten verringert und zum anderen habe man in einem wichtigen Schwellenland den Fuß in der Tür. Für die Beteiligung zahle der deutsche Konzern rund 350 Mio. Euro und erhalte im Gegenzug einen Sitz im Aufsichtsrat. Die Pläne beider Unternehmen würden vorsehen, mithilfe eines Gemeinschaftsunternehmens zum größten privaten Energieversorger Brasiliens aufzusteigen.
Bisher sei allerdings noch nicht geklärt, wie viel E.ON im Rahmen der Verbindung mit MPX in den kommenden Jahren investieren werde. Die Brasilianer seien noch ein relativ junges Unternehmens am Markt. Aus diesem Grund dürfte sich das Investitionsvolumen ersten Schätzungen zufolge für die kommenden zehn Jahre auf 3 bis 4 Mrd. Euro belaufen.
Unterm Strich könne man festhalten, dass E.ON der Markteintritt in Südamerika geglückt sei. Nichtsdestotrotz könnte die operative Umsetzung dieses Vorhabens noch viele Hindernisse hervorbringen.
Die Analysten der Nord LB stufen die Aktie von E.ON bei einem unveränderten Kursziel von 18,00 Euro weiterhin mit "halten" ein. (Analyse vom 12.01.2012) (12.01.2012/ac/a/d)