Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die Vorzugsaktie von EUROKAI (ISIN DE0005706535/ WKN 570653) weiterhin mit "halten" ein.
Nachdem EUROKAI für das erste Quartal nur Zahlen über den Umfang des Containerumschlags veröffentlicht habe, seien jetzt im Rahmen des Halbjahresberichtes ausführlichere Angaben zum Geschäftsverlauf gemacht worden. EUROKAI habe demnach seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2000 um 15 Prozent auf 324,1 (Vj. 281,4) Mio. Euro gesteigert. Das EBIT habe um gut ein Drittel auf 47,2 (34,9) Mio. Euro zugelegt, da der Betriebsaufwand mit einer Steigerungsrate von 12 Prozent auf 290,1 (258,5) Mio. Euro nur unterproportional zum Umsatz zugelegt habe. Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern sei dank des verbesserten Finanzergebnisses deutlich um 47 Prozent auf 26,2 (17,6) Mio. Euro gestiegen. Die Zahlen hätten sich am oberen Rand der Analystenerwartungen bewegt, weswegen man diese positiv werte.
Die Analysten würden vor dem Hintergrund des gut verlaufenen ersten Halbjahres für das Gesamtjahr 2007 weiterhin einen Umsatzzuwachs um 16,4 Prozent auf 678 Mio. Euro erwarten. Beim EBIT erwarte man durch die Mengensteigerungen und nach Auslaufen zahlreicher Belastungsfaktoren unterproportionalen Kostensteigerungen eine massive Zunahme, so dass man hier einen Anstieg um 31 Prozent auf knapp 100 Mio. Euro erwarte. Dabei wirke sich aus, dass EUROKAI von den 2006 getätigten Investitionen in das Hamburger Terminal nun stark profitiere. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hätten Bauarbeiten zeitweise erhebliche Kapazitätsengpässe verursacht, die sich plangemäß als Opportunitätskosten - sprich: in fehlenden Erlösen - negativ bemerkbar gemacht hätten. Den Jahresüberschuss würden die Analysten weiterhin bei rund 48 Mio. Euro sehen, was einer Zunahme um 18 Prozent und einem Ergebnis je Aktie von 3,02 Euro entsprechen würde.
Mit einem KGV von 21,5 würden die Analysten die EUROKAI-Vorzugsaktie derzeit als adäquat bewertet ansehen. Das weitere Wachstumspotenzial sei nach Erachten der Analysten nach der Verzehnfachung der Aktie binnen weniger Jahre im Kurs inzwischen hinreichend berücksichtigt. Umgekehrt würden die dürftige Informationspolitik gegenüber dem Kapitalmarkt sowie die Rechtskonstruktion von EUROKAI als KGaA derzeit praktisch nicht beachtet.
Die Analysten von GSC Research bleiben bei ihrem "halten"-Rating für die EUROKAI-Vorzugsaktie. Das Kursziel senke man von 85 auf 80 EUR. (Analyse vom 03.09.07) (03.09.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 03.09.2007