Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die Vorzugsaktie von EUROKAI (ISIN DE0005706535/ WKN 570653) weiterhin mit "halten" ein.
EUROKAI habe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzzuwachs von 12,9 Prozent auf 657,2 (Vj. 654,5) Mio. Euro erzielt. Das operative Ergebnis (EBIT) habe aufgrund der hohen Fixkostendegression um knapp ein Fünftel auf 90,8 (75,7) Mio. Euro zugelegt. Der Jahresüberschuss sei mit fast 50 Prozent im Zuge eines verbesserten Finanzergebnisses und vor dem Hintergrund eines kleinen steuerlichen Sondereffektes überproportional auf 54,6 (36,9) Mio. Euro gewachsen, was mit einem Ergebnis je Aktie von 2,79 (1,96) Euro einhergegangen sei.
Insgesamt hätten die Zahlen leicht unter den sehr ambitionierten Schätzungen der Analysten gelegen, was ihres Erachtens jedoch in der so nicht vorhersehbaren durchwachsenen Entwicklung am Standort Cagliari insbesondere im zweiten Halbjahr 2007 begründet liege. Somit würden sie die Zahlen mit Abstrichen noch als zufriedenstellend einstufen.
Positiv würden die Analysten hingegen die Dividendenerhöhung auf 0,30 (0,18) Euro je Anteilsschein werten, da sie hier nur mit einer Ausschüttung auf Vorjahresniveau gerechnet hätten. Aufgrund der niedrigen absoluten Höhe der Dividende spiele diese für die Investmentstory jedoch keine wirkliche Rolle.
Im Zuge des durchwachsenen ersten Quartals hätten die Analysten ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht zurückgenommen. Die Auswirkungen auf die Ergebniskennziffern würden sich jedoch aufgrund der höheren Ergebnisbeiträge der Eurogate-Gruppe gegenüber Contship Italia in Grenzen halten.
Die Analysten würden vor diesem Hintergrund nunmehr für das Gesamtjahr 2008 einen Umsatz von 736 (bisher 755) Mio. Euro erwarten, was immer noch einer stattlichen Wachstumsrate von 12,0 (14,9) Prozent entsprechen würde. Nichtsdestotrotz hätten sie sich bei der Schätzungskorrektur an der vorsichtigen Wachstumsprognose des Unternehmens für das Mengenwachstum beim Containerumschlag orientiert. Die kommunizierte Bandbreite von 6 bis 7 Prozent würden sie jedoch für sehr konservativ halten.
Beim EBIT hätten die Analysten ihre Schätzung bei gleichbleibenden Kostenquoten auf ein Resultat von 101,6 (104,2) Mio. Euro leicht nach unten korrigiert, was einen Zuwachs von knapp 12 Prozent bedeuten würde. Den Jahresüberschuss würden sie bei 50,8 (52,5) Mio. Euro sehen, was einer Zunahme um 15,3 Prozent und einem Ergebnis je Aktie von 3,21 (3,31) Euro entsprechen würde. Die Dividendenschätzung für das laufende Geschäftsjahr hätten sie an den Basiseffekt aus 2007 angeglichen und würden jetzt mit einer Ausschüttung von 0,40 (0,25) Euro je Anteilsschein rechnen.
Ihre Schätzungen für 2009 würden die Analysten unverändert beibehalten und lediglich die Dividendenprognose analog zum laufenden Jahr anpassen.
Auch nach ihrer jetzigen Analyse würden die Analysten die EUROKAI-Aktie als eine solide Investmentalternative zu der nach dem Börsengang zwischenzeitlich in den MDAX aufgenommenen HHLA einstufen. Allerdings würden sie die Branche insgesamt für sehr ambitioniert bewertet halten, was auf eine enorme strategische Komponente schließen lasse.
Mit einem KGV von 23,4 auf Basis des von den Analysten für 2008 geschätzten Gewinns füge sich die EUROKAI-Bewertung widerspruchslos in das Gesamtbild der Peer-Group ein, die ein KGV von 25,7 aufweise. Aufgrund der starken Cashflow-Ströme und der hohen Markteintrittsbarrieren sei diese Bewertung durchaus gerechtfertigt, limitiert jedoch nach Erachten der Analysten das weitere Kurspotenzial.
Die Analysten von GSC Research stufen die EUROKAI-Aktie deshalb vor diesem Hintergrund auf dem gegenüber ihrer letzten Analyse etwas erhöhten Kursniveau weiter nur als eine Halteposition ein und bestätigen ihr Kursziel von 80 Euro. (Analyse vom 06.06.2008) (06.06.2008/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 06.06.2008