EURO STOXX 50 erste Wolken
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) konnte mit Blick auf den letzten Freitag zunächst zwar nochmals etwas gewinnen, zuletzt zeigte er aber erste Anzeichen einer Schwäche, so die Analysten der WGZ BANK.
Somit könnte durch die heutigen Verluste ein Wendepunkt am gestrigen Donnerstag markiert worden sein. Als störend würden die Analysten unter charttechnischen Aspekten vor allem die Dochte nach oben empfinden, die der Index in den letzten Handelstagen gezeigt habe: Im Börsenverlauf generierte Gewinne seien zumindest teilweise wieder abgegeben worden. Ein Zeichen, dass die Anleger eben diese Gewinne mitnehmen würden? Sicherlich sei es für eine negative Einschätzung noch zu früh, dennoch falle (vor allem im Intraday-Chart) auf, dass die Verlustbewegungen momentan dynamischer ausfallen würden als die Gewinnzyklen. Mit dem aktuellen Tagestief habe der Index dann auch die Gewinne der gesamten Woche wieder abgegeben. Zur Vorsicht mahne diese Struktur damit allemal.
Darüber hinaus würden sich aber - wie bereits angedeutet - noch keine definitiven Verkaufsignale erkennen lassen. Die Gerade, die den aktuellen Trend beschreibe, rangiere momentan bei 2.460 Punkten. Erst Notierungen (zur besseren Absicherung auf Schlusskursbasis) unter diesem Niveau würden das Bild eintrüben. Sorgen bereite den Analysten aber zusätzlich die 200-Tages-Linie. Schon öfter hätten sie darauf aufmerksam gemacht, dass die Kurse diesen Gleitenden Durchschnitt oft übertreffen würden, um in der Folge dann zu drehen. In einer Art "Measured Move", der eigentlich nur aus der Charttechnik bekannt sei, werde die Linie anschließend um den Betrag zwischen Durchschnitt und Hochpunkt unterschritten. Ein (erstes) rechnerisches Ziel für eine eventuelle Korrektur liege damit bei etwa 2.330 Zählern und damit etwa in der Mitte zwischen den beiden Unterstützungen bei etwa 2.390 und ca. 2.280 Punkten.
In den Indikatoren seien unterdessen noch keine Verkaufsignale zu erkennen. Der RSI rangiere zwar knapp unter dem überkauften Bereich, eine (deutliche) Wende lasse sich hier aber noch nicht erkennen.
Die dunklen Wolken am Börsenhimmel würden zunehmen, ein definitives Verkaufsignal sei aber bisher ausgeblieben. Erst wenn der Index Ende Februar unter 2.330 rangiere, trübe sich das Bild markant ein. Dann wären Anschlussverluste bis 2.100 Punkte wahrscheinlich. (10.02.2012/ac/a/m)


