13.05.2008 14:07
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EUR/USD bullishe Strategie (Deutsche Bank AG)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Wer tatsächlich den Nerv besessen und sich während der Pfingstfeiertage gefragt hat, warum der Euro eigentlich in den Wochen zuvor mehr als 700 Stellen an Wert verloren hatte, wird vermutlich auch nach langem Grübeln immer noch keine so rechte Antwort gefunden haben, so die Analysten von Cognitrend im "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.

Denn alles, was bislang so an Geschichten und Begründungen herumgereicht worden sei, sei nicht wirklich wasserdicht. Seien es etwaige verdeckte Interventionen oder andere langfristige Abgaben gewesen - derartige Gerüchte würden zwar ins Gesamtbild passen, seien aber nicht einmal ansatzweise bestätigt worden. Und wer sich auf die bekannten Korrelationen, etwa die negative Abhängigkeit des US-Dollars zum schwarzen Gold (schwacher US-Dollar = steigende Rohölpreise und vice versa) verlassen habe, sei auch nicht weitergekommen. Zumindest hat diese "Regel", an die die Analysten von Cognitrend eh' nicht glauben, zeitweise nicht mehr funktioniert.

Bleibe noch die fundamentale Seite: Wer tatsächlich geglaubt habe, der größte Teil der Finanzkrise sei nun überstanden und die USA könnten sich nun ungehemmt der Inflationsbekämpfung widmen, habe immerhin ein schlagkräftiges Argument gehabt, auf einen schwächeren Euro zu setzen. Doch derart motivierte Bären hätten sich zuletzt mit der Brecht'schen Erkenntnis herumschlagen müssen, dass an Pfingsten die Geschenke am geringsten seien, sprich: Sie seien Opfer einer Short-Squeeze geworden. Dies habe die Analysten dazu bewogen, direkt eine bullishe Strategie mit einem Risikolimit bei 1,5440 einzugehen. Das Kursziel sehe man bei 1,5810. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008

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