09.05.2008 14:00
Drucken |
Schrift:

EUR/USD im Fokus (Deutsche Bank AG)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der größte Unterschied zur letzten EZB-Sitzung war wohl der, dass sie in Athen stattfand und nicht in Frankfurt, so die Analysten von Cognitrend im "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.

Großartige Neuigkeiten habe Chef-Notenbanker Trichet aber nicht zu verkünden gehabt. Er habe sich stattdessen wie gewohnt besorgt um die Inflation gegeben. Übrigens: Wie kritisch es um selbige weltweit stehe, habe der Internationale Währungsfonds gestern deutlich gemacht. Er habe vor Inflationsverhältnissen ähnlich den 70er Jahren gewarnt. Obgleich die Akteure keine neuen Impulse aus den Worten Trichets hätten heraushören können, habe der Euro direkt im Anschluss an die Konferenz urplötzlich begonnen nach oben zu klettern.

Manch ein Kommentator habe mutmaßt, die Händler hätten sich massiv auf einen weiter fallenden Euro und dovishe EZB-Töne vorbereitet und sich später von diesen Positionen getrennt. Tatsächlich habe mancher Akteur sanftere Töne im Vorfeld nicht ausgeschlossen, doch der 700-Stellen-Euro-Verfall in nur wenigen Tagen habe für Verwirrung in den Handelssälen gesorgt. Die Analysten hätten gestern Vormittag weder felsenfeste Überzeugungen noch großartige Positionierungen erkennen können.

Erst im Anschluss an die Konferenz dürften sich die Akteure zurück in den Markt gewagt haben. Angesichts solch günstiger Preise (laut Market Bias Index würden die Akteure den Euro als ziemlich billig wahrnehmen), einem gewohnt hawkishen Trichet und keinerlei sonstigen Neuigkeiten, dürften einige Händler nachmittags zu Euro-Käufen verführt worden sein. Mögliche Schwäche sollte bei 1,5260 auf gute Nachfrage stoßen. Ein Überschreiten von 1,5540 EUR/USD wäre indes ein Zeichen für neue Stabilität. (09.05.2008/ac/a/m) Marktbericht-Datum: 09.05.2008

Top-Rankings




Die 30 bestbezahlten US-CEOs
klicken Sie hier

Die 30 weltgrößten Unternehmen
klicken Sie hier
Angenommen, der Bundeskanzler würde in Deutschland direkt gewählt werden. Für wen würden Sie stimmen?
Angela Merkel
Kurt Beck
Christian Wulff
Frank Walter Steinmeier
Guido Westerwelle
Oskar Lafontaine




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige