09.05.2008 14:19
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EWU-Wirtschaft lebhaftes Wachstum in Q1 (Helaba)

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Das Wirtschaftswachstum in Deutschland, aber auch in der gesamten Eurozone war im ersten Quartal 2008 nochmals lebhaft, so die Analysten der Helaba.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt dürfte gegenüber den vergangenen drei Monaten um 0,6% und gegenüber dem Vorjahr um 1,7% zugelegt haben. Hierzu beigetragen habe die lebhafte Industrieproduktion, die um 2,3% im Quartalsvergleich zugenommen habe. Da der Außenbeitrag einen nicht mehr so großen Wachstumsbeitrag aufgewiesen haben dürfte, sei der deutliche Produktionszuwachs auch in die Kapitalbildung geflossen. Insbesondere der starke Anstieg der Bauproduktion (+10,5% q/q) lege nahe, dass die Bauinvestitionen einen positiven Wachstumsbeitrag aufweisen würden.

Enttäuschend verlaufen sei aufgrund hoher Energiepreise und der konjunkturellen Verunsicherung zwar der Konsum. Nach dem extrem schwachen vierten Quartal dürfte allerdings auch dieses Verwendungsaggregat zugenommen haben. Dies würden zumindest die Einzelhandelsumsätze signalisieren, die in den ersten drei Monaten saisonbereinigt um 1,2% über dem Schlussquartal 2007 gelegen hätten.

In der Eurozone dürfte die Dynamik mit 0,5% etwas niedriger als in Deutschland ausgefallen sein. So sei in Spanien aufgrund der Immobilienkrise, die sich zunehmend auch auf den Arbeitsmarkt und den Rest der Volkswirtschaft niederschlage, mit einem enttäuschenden Wachstum zu rechnen. Das Gleiche gelte auch für Italien, das seit längerem unter einer schwachen Wettbewerbsfähigkeit leide. Die erste BIP-Schätzung sei von ISTAT, dem italienischen Statistikamt, allerdings erst für den 23. Mai angekündigt. Demgegenüber dürfte das französische Wachstum mit 0,4% in den ersten drei Monaten 2008 nochmals so hoch ausgefallen sein wie im vierten Quartal 2007.

Ab dem zweiten Quartal müsse mit schwächerem Wachstum in der Eurozone gerechnet werden. Belastungsfaktoren seien die schwache US-Konjunktur, die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sowie der weiterhin hoch bewertete Euro. Auch Deutschland werde sich dem nicht entziehen können. So seien die Auftragseingänge im März zum vierten Mal in Folge gesunken. Auch die Produktion habe im März den Rückwärtsgang eingelegt. Die Produktion in der Eurozone, die in der Berichtswoche veröffentlicht werde, dürfte ebenfalls leicht rückläufig gewesen sein. (09.05.2008/ac/a/m) Marktbericht-Datum: 09.05.2008

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