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10.02.2012 10:30

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EZB Leitzins unverändert bei 1,0%

Bonn (aktiencheck.de AG) - Die EZB hat auf ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins unverändert bei 1,0% belassen und damit den Erwartungen entsprochen, so die Analysten von Postbank Research.

Insgesamt habe es kaum Änderungen in der Einschätzung der EZB im Vergleich zum Vormonat gegeben. Den Inflationsausblick sehe der EZB-Rat nach wie vor als ausgeglichen an. Er erwarte, dass die Inflation weiter nachgebe und in einigen Monaten wieder unter die 2%-Marke sinke. Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung habe es eine minimal optimistischere Einschätzung zu konstatieren gegeben. So sehe das oberste EZB-Gremium zwar weiterhin Abwärtsrisiken für die Konjunktur, werte dieser aber im Gegensatz zum Januar nicht mehr als "beträchtlich". Damit trage sie den zuletzt etwas besseren Konjunkturdaten Rechnung.

Heute Morgen seien die Details für die deutschen Verbraucherpreise veröffentlicht worden. Dabei habe es eine leichte Revision der Inflationsrate von 2,0% auf 2,1% gegeben. Der Rückgang im Monatsvergleich um 0,4% sei dagegen bestätigt worden. Er habe auf lediglich drei Komponenten beruht. So hätten die Preise für Bekleidung, Freizeitaktivitäten und Hotelübernachtungen das gesamte Preisniveau nach unten gezogen. Denn in den übrigen Komponenten seien durchweg Anstiege verzeichnet worden.

Heute Nachmittag würden einige US-Daten die Konjunkturdatenveröffentlichungen für diese Woche beenden. Zunächst werde der Handelsbilanzsaldo für Dezember veröffentlicht. Hier rechne man nach der sehr deutlichen Ausweitung des Defizits im November mit einer Gegenbewegung. Denn für den November-Anstieg seien zum Teil deutliche Öleinfuhren verantwortlich gewesen. Die bereits für Dezember vorliegenden Daten über die Importe von Ölprodukten würden nahe legen, dass sich der Fehlbetrag aus dem Außenhandel zum Jahresende verringert habe. Die Analysten würden einen Rückgang des Handelsbilanzdefizits von 47,8 auf 47,0 Mrd. USD erwarten. Der Markt erwarte derweil eine weitere Ausweitung auf 48,5 Mrd. USD.

Den Schlusspunkt setze in dieser Woche der Uni Michigan-Index für das Verbrauchervertrauen. Für den endgültigen Wert für Januar würden die Analysten eine leichte Abwärtsrevision erwarten, da das Pendant des Conference Board im Januar überraschend nachgegeben habe. Mit den von ihnen erwarteten 74,5 Punkten würde jedoch weiterhin ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vormonat zu Buche stehen. (10.02.2012/ac/a/m)

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