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E.ON habe es erneut vermocht den Markt von seinem Geschäftsmodell zu überzeugen. Bei Vorlage der Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 habe der Konzern über den Marktprognosen liegende Werte ausgewiesen. So habe der Außenumsatz des Konzerns um 7% auf 68,7 Mrd. EUR (Konsens: 68,4 Mrd. EUR), das adjustierte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 19% auf 9,2 Mrd. EUR (Konsens: 9,0 Mrd. EUR) und der Konzernüberschuss um 27% auf 7,7 Mrd. EUR (Konsens: 6,4 Mrd. EUR) zugenommen. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis habe mit 5,1 Mrd. EUR 9% höher gelegen. Für das sehr gut gelaufene Geschäftsjahr schlage die Geschäftsleitung daher eine erneute Anhebung der Dividende um 22% auf 4,10 EUR (Konsens: 4,03 EUR) vor - die neunte Erhöhung in Folge.
Der Geschäftsbereich Central Europe West habe im Wesentlichen von höheren Bruttomargen im Stromgeschäft (+1.470 Mio. EUR), einer, durch die Neubewertung bestehender Rückstellungen für nuklearen Restmüll, erfolgten Auflösung (+570 Mio. EUR) und der guten Geschäftsentwicklung in den neuen Regionen Ungarn und Rumänien (+95 Mio. EUR) profitieren können. Dem hätten allerdings ergebnismindernde Aufwendungen für höhere Stromeinkaufspreise, verkürzte Laufzeiten der Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel entgegengestanden. Im Saldo habe das bereinigte Ergebnis vor Steuern des Marktbereichs Central Europe um 10% auf 4,67 Mrd. EUR zugenommen.
Neben dieser guten Entwicklung habe der Konzern auch im pan-europäischen Gasgeschäft die Ertragslage zu verbessern vermocht. Im britischen Retailgeschäft habe E.ON nach wie vor die hohe Marktdurchdringungsrate zu schaffen gemacht. Trotz Preissenkungen bei Gas (-16%) und Strom (-5%) und geringerem Absatzvolumen, habe sich die Margenentwicklung bei kleineren Geschäftskunden und Industrie- und Gewerbeabnehmern erfreulich gezeigt.
E.ONs Beitrag zur Sicherung und Stabilität der langfristigen Versorgung sei groß. Allein das Investitionsvolumen von über 60 Mrd. EUR bis 2010 unterstreiche das Interesse des Konzerns, die Infrastruktur zu modernisieren und in Alternativen der Erzeugung zu investieren. Hierzu stocke E.ON sein Gesamtbudget um weitere 9 Mrd. EUR auf und investiere allein in den kommenden 3 Jahren ca. 50 Mrd. EUR. Die Rolle als Konzeptionär und Umsetzer eines zukunftsfähigen europäischen Energiemarktes werde sich somit verfestigen. Aus dem ohnehin sehr hohen Volumen würden rund 38 Mrd. EUR in die Modernisierung der Infrastruktur und Erzeugeraktiva fließen. Es seien zurzeit 17 neue Kohle- und Gas-Kraftwerks-Projekte geplant.
Ein Kerngeschäftsfeld sehe der Konzern im Bereich der erneuerbaren Energien und habe das ursprüngliche Investitionsvolumen auf 6 Mrd. EUR verdoppelt. Dies stehe im Einklang mit dem Ziel, den relativen CO2-Austoß um 50% bis 2030 zu verringern.
Im kommenden Jahr würden die nachhaltig gestiegenen und in den Erwartungen des Konzerns weiter steigenden Energiepreise das operative Ergebnis 5-10% besser stellen als im Vorjahr. Das bereinigte Nettoergebnis solle mindestens 5,1 Mrd. EUR erreichen und somit unverändert in 2008 schließen. Allerdings würden die Prognosen im Konsens einen Anstieg auf 5,8 Mrd. EUR implizieren. Dies dürfte sich in den angestrebten operativen Verbesserungen begründen und in den Erwartungen an die Übernahme spanischer und italienischer Erzeugeraktiva aus dem Endesa-Abkommen. Allerdings könne sich diese Übernahme in die zweite Jahreshälfte verschieben und somit einen frühzeitigen Beitrag zum Konzernergebnis geringer ausfallen lassen als bei einer frühzeitigeren Integration. Auch plane das Unternehmen einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3, das über die optische Verbilligung weitere Aktionäre locken solle.
Die Zahlen zum Geschäftsjahr 2007 seien von stattlicher Güte. Einzig lasse der Ausblick ein wenig Dynamik missen, so dass die Analysten kurzfristig mit einer Schwächephase rechnen würden. Auf lange Sicht sollte sich die Position und Vision E.ONs als global führendes Energiehaus bezahlt machen. Diese Aussichten würden sich im internationalen Vergleich noch nicht erkennen lassen. Hier notiere E.ON mit einem KGV-08 von 13,3 weiter mit einem deutlichen Abschlag zum Gruppenwert von 16,1. Dieser Abschlag lasse sich auch im 2008er Kurs-EBITDA-Verhältnis von 5,9 zu 6,1 erkennen. Für das EV/EBITDA-08, das den tatsächlichen Unternehmenswert zur operativen Ertragsstärke ins Verhältnis setze - eine für kapitalintensive Sektoren bevorzugte Analysedimension -, betrage das Verhältnis 7,8 zu 9,3.
Die Analysten der National-Bank AG bestätigen daher ihr "kaufen"-Votum zu dem Kursziel von 163 EUR für die E.ON-Aktie. Die aktuelle Kursschwäche würden sie als gute Einstiegsgelegenheit sehen. (Analyse vom 10.03.2008)
(10.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 10.03.2008
| 15:16 Uhr | E.ON buy | SEB AG | |
| 13:06 Uhr | E.ON overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 12:45 Uhr | E.ON kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 15.05.2008 | E.ON akkumulieren | Independent Research GmbH | |
| 15.05.2008 | E.ON buy | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| EON | 131,3 | +0,0% |
| 16.05.08 | Deutsche Postbank neues Kursziel | |
| 16.05.08 | RWE Downgrade | |
| 16.05.08 | Commerzbank strong buy | |
| 16.05.08 | RWE hold | |
| 16.05.08 | E.ON buy | |
| 16.05.08 | RWE hold | |
| 16.05.08 | Fresenius Medical Care halten | |
| 16.05.08 | ersol reduzieren | |
| 16.05.08 | E.ON overweight |
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