Wien (aktiencheck.de AG) - Aaron Alber, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) unverändert mit "kaufen" ein.
Nach zahlreichen Übernahmen in den letzten Jahren konzentriere sich der Konzern nun vor allem auf die Optimierung bestehender Strukturen beziehungsweise Abläufe und wolle so bis zum Jahr 2011 Kosten in Höhe von EUR 1,5 Mrd. einsparen. Darüber hinaus trenne sich E.ON von Beteiligungen im Umfang von zumindest EUR 10 Mrd. Neben der Realisierung von großen Windkraftprojekten in Europa und den USA treibe E.ON nun auch in der Solarenergie seine Expansion in der Erschließung erneuerbarer Energiequellen weiter voran.
Bezüglich der geplanten Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke erwarte man die Bekanntgabe von Details frühestens ab dem Mai, nach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen.
Der um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss sei im Vorjahr um 4,8% auf EUR 5,33 Mrd. gesunken und habe damit unter den Markterwartungen (im Durchschnitt EUR 5,81 Mrd.) gelegen. Der Umsatz sei 2009 um 6% auf EUR 81,8 Mrd. zurückgegangen und habe damit ebenfalls unter den Erwartungen der Analysten (EUR 84,3 Mrd.) gelegen. Der Primärenergieverbrauch habe 2009 in Deutschland konjunkturbedingt um 6,5% abgenommen.
Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON habe für 2009 trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds ein stabiles Ergebnis ausgewiesen. Beim Ausblick habe sich die Unternehmensleitung vorsichtig gegeben: Für das laufende Jahr erwarte E.ON ein bereinigtes EBIT um 0% bis 3% über dem Vorjahresniveau. Der bereinigte Konzernüberschuss 2010 solle den Vorjahreswert erreichen.
Die Dividende belasse E.ON unverändert bei EUR 1,50 je Aktie. Die Analysten seien der Ansicht, dass sich E.ON im gegenwärtigen Umfeld gut behaupten könne und würden bei anhaltender konjunktureller Stabilisierung von wieder steigenden Strompreisen ausgehen, was auch die Erlösseite der Versorger verbessern werde.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank belassen die Aktie von E.ON daher auf "kaufen". (Analyse vom 11.03.2010) (11.03.2010/ac/a/d)
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