München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" halten die Envio-Aktie (ISIN DE000A0N4P19/ WKN A0N4P1) für den spekulativ veranlagten Anleger für interessant.
Die ehemalige ABB-Tochter kümmere sich um die Entsorgung PCB-haltiger Transformatoren. Nachdem in 2004 die Stockholmer Konvention in Kraft getreten sei, hätten sich mittlerweile 122 Länder angeschlossen, das giftige PCB zu entsorgen. Damit agiere Envio auf einem gesetzlich garantierten Riesenmarkt, auf dem es nur wenig Konkurrenz gebe.
In 2006 habe die Gesellschaft 6.000 Tonnen PCB verarbeitet und liege damit bereits unter den Top 3-Unternehmen der Branche. Insgesamt dürften nach Schätzungen der Experten noch 6 Mio. Tonnen zu entsorgen sein.
In 2007 dürfte Envio bei einem Umsatz von vermutlich 9,3 Mio. Euro eine EBIT-Marge von rund 25% erzielen. Das Unternehmen habe die jährliche Kapazität auf 20.000 Tonnen erweitert, was nach Meinung der Experten leicht auszulasten sei. Bei einer Vollauslastung würden ein Umsatz von 23 Mio. Euro und ein EBIT von 6 Mio. Euro erwirtschaftet. Daraus lasse sich ein Kurs-EBIT-Verhältnis von weniger als 5 ableiten. Die Experten würden aber mindestens das Doppelte für angemessen halten.
Die Experten von "FOCUS-MONEY" sehen das Kursziel für die Envio-Aktie bei 10,00 Euro und eingegangene Positionen sollten bei 3,50 Euro abgesichert werden. (Ausgabe 48) (22.11.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 22.11.2007