Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" raten bei der Aktie von EquityStory (ISIN DE0005494165/ WKN 549416) eine Position aufzubauen.
Anfang des Jahres seien die sogenannten EU-Transparenzrichtlinien in Kraft getreten. Wie der Name schon sage, sollten diese für mehr Klarheit über die Aktivitäten der börsennotierten Unternehmen sorgen. Über- oder unterschreite beispielsweise ein Investor bei einer Firma die 3-, 15- oder 20-%ige-Stimmrechtsschwelle, müsse dies ad-hoc mitgeteilt werden. Ebenso bestehe nun die Pflicht, Insidertransaktionen (Directors-Dealings) zeitnah zu kommunizieren.
Hier komme die EquityStory AG ins Spiel, die über 1.100 Unternehmen betreue und damit einen Marktanteil von 75% besitze. "Tendenz steigend", erkläre Vorstand Robert Wirth im Hintergrundgespräch: "Pro Quartal kommen derzeit 50 neue Kunden dazu". Der Bereich der Meldepflichten sei dabei in der Ende 2005 übernommenen Tochter Deutsche Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH (DGAP) gebündelt.
"EquityStory verfügt über das entsprechende Produktportfolio, um von der Umsetzung der EU-Transparenzrichtlinie maßgeblich zu profitieren", heiße es in einer Studie vom Researchhaus German Business Concepts (GBC).
Das Cross-Selling-Potenzial sei enorm. Denn im Bereich Products & Services biete die in München ansässige Gesellschaft standardisierte Produkte wie Online-Geschäftsberichte, Webcasts und Plattformen für die Unternehmenspräsentation im Internet an. Damit liefere die EquityStory AG ein umfangreiches Dienstleistungspaket.
Ein weiterer Vorteil des Geschäftes: Es sei unabhängig von der Börsenlage. "Auch in einem schlechten Marktumfeld müssen die Unternehmen ihren Publizitätsverpflichtungen nachkommen", so Wirth. Dennoch kämen freundliche Aktienmärkte dem Unternehmen zugute. Denn da nehme traditionell die Zahl der Börsengänge zu, die ebenfalls den neuen Richtlinien unterliegen würden. "Das Neukundengeschäft entwickelt sich, getrieben durch eine Reihe von Neuemissionen und ein freundliches Kapitalmarktumfeld, sehr dynamisch", so die BBC-Analysten. Sie würden die Aktie bei 19,08 Euro fair bewertet sehen und zum Kauf raten.
Diese positive Einschätzung dürfte von den am heutigen Mittwoch (4. April) zur Veröffentlichung stehenden Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr untermauert werden. Die Experten würden bei einem Umsatz auf 4,5 Mio. Euro einen Gewinn pro Aktie von 60 Cent erwarten. Durch die EU-Transparentrichtlinien sei im laufenden Jahr bei Umsatz und Gewinn mit einem ordentlichen Sprung zu rechnen. "Das Meldevolumen hat sich nahezu verdoppelt", gebe der Vorstand einen Einblick.
Detaillierte Prognosen für das laufende Jahr gebe es vonseiten des Unternehmens keine. Nach dem "Übergangsjahr 2006" (O-Ton Wirth) würden Analysten für 2007 einen Umsatzanstieg von 30% auf 5,8 Mio. Euro prognostizieren. Gelinge es, den Gewinn pro Aktie auf 90 Cent zu steigern, wäre die Aktie mit einem KGV für 2007 von 18 nicht zu teuer.
Der Aktienkurs habe seit Anfang des Jahres zwar bereits 30% zugelegt, angesichts der führenden Marktstellung und des dynamischen Wachstums sei aber ein Ende der Aufwärtsbewegung nicht in Sicht.
Anleger sollten eine Position aufbauen, bevor die Ad-hoc-Meldung der EquityStory AG über den Ticker läuft, so die Experten von "ExtraChancen". (Ausgabe vom 03.04.2007) (04.04.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 04.04.2007