Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" nehmen die Aktie von EquityStory (ISIN DE0005494165/ WKN 549416) unter die Lupe.
Die Experten hätten bereits Anfang April prognostiziert, dass die EquityStory AG als deutschsprachiger Marktführer im Bereich der Online-Investor-Relations überproportional von der Einführung der neuen EU-Transparenzrichtlinien profitieren werde. Die Q1-Zahlen würden das belegen: Mit der Ausweitung der Meldepflicht börsennotierter Gesellschaften seien Umsatz und Gewinn der Münchner deutlich angewachsen.
Nach dem überzeugenden Geschäftsbericht für 2006 hätten die Zahlen für das erste Quartal bei der EquityStory AG sogar über den Erwartungen der Analysten gelegen. Der Umsatz sei um 72% auf 2 Mio. Euro verbessert worden. Das EBIT habe sich auf 0,554 Mio. Euro mehr als verdoppelt.
Die Zauberformel der Münchner heiße "TUG". Durch das so abgekürzte Transparenzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes, das am 20. Januar in Kraft getreten sei, sei die Publizitätspflicht erheblich verschärft worden. Wie der Name schon sage, solle damit für mehr Klarheit über die Aktivitäten der börsennotierten Unternehmen gesorgt werden. Über- oder unterschreite beispielsweise ein Investor bei einer Firma die 3-, 15- oder 20-%ige-Stimmrechtsschwelle, müsse dies ad-hoc mitgeteilt werden.
Ebenso bestehe nun die Pflicht, Insidertransaktionen zeitnah zu kommunizieren. Allein die über die EquityStory-Tochter DGAP veröffentlichten Meldungen hätten sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt - von 1.500 auf fast 3.200.
"Diese erfreuliche Entwicklung sollte sich auch in den kommenden Quartalen fortsetzen", erkläre Manuel Hoelzle vom Augsburger Researchhaus German Business Concepts (GBC). "Vor allem da das Q1 hinsichtlich des Meldeaufkommens das traditionell schwächste Quartal ist".
Vor dem Hintergrund des guten Jahresauftakts habe die Gesellschaft die Prognosen für das Gesamtjahr angehoben: "Wir erwarten eine Umsatzsteigerung von mindestens 40% und einen überproportionalen Anstieg beim EBIT", sage Vorstand Robert Wirth.
Kein Wunder: Getrieben durch das unverändert gute Neukundengeschäft und das anhaltend hohe Meldevolumen würden die Münchner die Vertriebsaktivitäten in den kommenden Monaten hochfahren und so Cross-Selling-Potenziale heben. Darüber hinaus würden sich nach dem Einstieg in Ungarn weitere Expansionsmöglichkeiten im osteuropäischen Raum bieten.
Analyst Hoelzle sehe den Titel, den die Experten am 3. April zu 16,58 Euro als "Aktie des Tages" zum Kauf empfohlen hätten, bei 25,52 Euro fair bewert: "Vor diesem Hintergrund bestätigen wir auch unsere Einschätzung mit "kaufen", laute sein Fazit. Seine Kollegen von MIDAS Research ("kaufen") hätten auf Basis ihres DCF-Modells sogar ein Kursziel von 29 Euro ermittelt.
Die Aktie konsolidiere derzeit die rasante Aufwärtsbewegung aus dem Frühjahr.
Angesichts der hervorragenden Aussichten sollte sich der Kurs der EquityStory-Aktie im Bereich um 20 Euro stabilisieren und schon bald die Höchststände im Bereich von 22 Euro ins Visier nehmen, so die Experten von "ExtraChancen". (Ausgabe vom 27.06.2007) (28.06.2007/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 28.06.2007