New York (aktiencheck.de AG) - Rod Hall, Malvika Gupta, Ehud Gelblum, Kimberley Watkins und Thomas Champion, Analysten von J.P. Morgan Securities, stufen die Aktie des schwedischen Unternehmens Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) mit "neutral" ein.
Die Analysten von J.P. Morgan Securities hätten einem Dokument der US-amerikanischen Patentbehörde entnommen, dass Ericsson zwischen Januar und Juni 2008 insgesamt 66 Patente an Research In Motion übertragen habe. Obwohl der von Research In Motion gezahlte Geldbetrag unbekannt sei, glaube man, dass die Zahlungen die Bruttomarge von Ericsson im ersten Quartal um 150 Basispunkte gesteigert hätten und im zweiten Quartal einen ähnlichen Effekt entfalten könnten.
Nach Ansicht von J.P. Morgan Securities habe Ericsson die Patentrechte verkauft, um GSM- und UMTS-Patente weiter zu streuen und die Verhandlungsposition einzelner Unternehmen bei weiteren Patentverkäufen zu schwächen. Research In Motion reagiere mit dem Kauf auf frühere Patentstreitigkeiten, die in kostspieligen Vergleichen geendet hätten. Ericsson habe im Fiskaljahr 2007 ein EPS von 6,85 Schwedischen Kronen (SEK) erzielt. Die EPS-Schätzung von J.P. Morgan Securities für die Fiskaljahre 2008 und 2009 liege bei 3,86 SEK bzw. 6,12 SEK. Das Kursziel der Ericsson-Aktie sehe man bei 60,00 SEK.
Die Analysten von J.P. Morgan Securities vergeben für die Aktie von Ericsson das Rating "neutral". (Analyse vom 16.07.08) (16.07.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 16.07.2008