Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Es ballen sich Wolken über Euroland zusammen, zumindest über einigen Regionen, so die Analysten der DekaBank.
Die Stimmungsindikatoren würden inzwischen deutlich nach unten weisen und von einer Wachstumsverlangsamung künden. Diese dürfte aber in den Mitgliedsländern sehr unterschiedlich ausfallen. Während sich Deutschland als ungewöhnlich robust zeige, würden Länder wie Italien, Spanien oder Irland stärker unter der Krise leiden. Geringere globale Impulse in Kombination mit dem starken Euro würden die außenwirtschaftliche Flanke, die hohe Inflation die binnenwirtschaftliche belasten. Hinzu würden in Spanien und Irland Probleme im Bausektor kommen.
Nach ihrem Rekordwert von 3,6% im März sei die Inflationsrate im April zwar wieder etwas zurückgegangen, dürfte in den nächsten Monaten aber hoch bleiben und der EZB damit vorerst keinen Raum für Leitzinssenkungen lassen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die EZB erst zum Jahreswechsel mit moderaten Leitzinssenkungen auf die nachlassende konjunkturelle Dynamik reagiere, sofern sich die derzeit hohen Inflationserwartungen bis dahin wieder hinreichend stark zurückgebildet hätten, ohne sich in einem erheblichen Ausmaß in der Lohnentwicklung niederzuschlagen.
Die Analysten der DekaBank würden davon ausgehen, dass die EZB den Leitzins bis Ende 2009 bei 3,5% belassen werde. (09.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 09.05.2008