09.05.2008 14:23
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Eurozone-Industrieproduktion ein Monatsminus erw. (HSBC Trinkaus & Burkhardt AG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Nachdem die beiden "Schwergewichte" der Eurozone, Deutschland und Frankreich, im März eine im Monatsvergleich rückläufige Produktionsaktivität auswiesen, rechnen wir auch für die Industrieproduktion in der gesamten Währungsunion mit einem Monatsminus, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Aufgrund der regen Produktion im Januar und Februar dürfte im ersten Quartal dennoch ein robustes Plus von 0,8% gegenüber Vorquartal erzielt worden sein (viertes Quartal 2007: 0,3% gg. Vq.). Damit zeichne sich auch für das gesamte Wirtschaftswachstum in der Eurozone im Startquartal 2008 ein solider Zuwachs von 0,4% gegenüber Vorquartal ab. Deutschland dürfte dabei mit einem Wachstumsplus von 0,7% gegenüber Vorquartal deutlich besser als der Durchschnitt der Euroländer abgeschnitten haben.

Insgesamt würden aber die Stimmungsumfragen unter den Unternehmen in der Eurozone eine spürbare Wachstumsabkühlung signalisieren, die mitunter durch die anhaltenden Rohstoffpreisanstiege bedingt sei. Der Inflationsdruck auf der Konsumentenebene habe zwar im April gemäß der Schnellschätzung leicht nachgelassen, sollte aber mit 3,3% gegenüber Vorjahr noch immer auf hohem Niveau verharren.

Auch in den USA würden die Analysten mit einer anhaltend starken Verbraucherpreisinflation rechnen, die Jahresrate dürfte hier im April nur leicht von 4,0% auf 3,9% nachgegeben haben. Mittlerweile hätten auch die Konsumenten ihre Inflationserwartungen auf Sicht von den nächsten 12 Monaten deutlich nach oben angepasst, wie die Umfrage der Universität Michigan in den vergangenen Monaten gezeigt habe. Höhere Ausgaben für Energie und Lebensmittel würden die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte begrenzen, was die Verbraucherstimmung insgesamt perspektivisch weiter dämpfen dürfte. Dies werde sich wohl auch in den Umsatzzahlen des US-Einzelhandels bemerkbar machen, die im April schwächer ausgefallen sein sollten als noch im Vormonat. Am US-Immobilienmarkt scheine derweil die Talsohle noch immer nicht erreicht.

So dürfte die Stimmung unter den Hausbauunternehmern (NAHB-Hausmarktindex) im Mai weiter auf sehr niedrigem Niveau bleiben. Zudem würden sich für die Baubeginne und Baugenehmigungen im April weitere Rückgänge abzeichnen. (09.05.2008/ac/a/m) Marktbericht-Datum: 09.05.2008

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