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10.02.2012 14:19

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Eurozone Wachstumsphase vorerst beendet

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die im Verlauf der nächsten Woche anstehenden Wachstumszahlen für das 4. Quartal 2011 aus der Eurozone dürften wenig Freude verbreiten, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Das Statistische Bundesamt in Deutschland habe im Rahmen der Veröffentlichung der Gesamtwachstumszahlen 2011 bereits signalisiert, dass das deutsche BIP in den letzten drei Monaten des Jahres im Vergleich zur Vorperiode um rund 0,25% geschrumpft sei. Nachdem jüngst die Daten zur Industrieproduktion im Dezember enttäuscht hätten, würden die Analysten mit einem Rückgang um 0,3% gegenüber dem Vorquartal rechnen. Stabilisierende Effekte seien wohl vom Konsum ausgegangen, und auch der Nettoaußenbeitrag sollte kein Belastungsfaktor gewesen sein.

In Frankreich sollte die Wirtschaftsleistung aufgrund von rückläufigen Ausrüstungsinvestitionen und fallenden Lagerbeständen geschrumpft sein. Der Rückgang bleibe hier aufgrund solider Konsumausgaben mit 0,1% gegenüber dem Vorquartal moderat. Für den gesamten Wirtschaftsraum würden die Analysten indes mit einem BIP-Minus von 0,4% rechnen - besonders Italien und Spanien dürften das Wachstum gebremst haben. Auch zum Start des Jahres 2012 sei nicht mit einem Wachstumswunder zu rechnen.

Die jüngste Stabilisierung der Einkaufsmanagerindices in der Währungsunion signalisiere aber, dass sich die Wirtschaft der Währungsunion nicht in einem freien Fall befinde. Der Composite-PMI notiere mit 49 Punkten aber weiter unter seiner Expansionsschwelle. Mit Blick auf die eingeleiteten Sparprogramme in Italien und Spanien würden die Analysten mit einer Rückkehr zu positiven Wachstumsraten jedoch erst in der 2. Hälfte dieses Jahres rechnen.

Auch Japans Wirtschaft dürfte nach einem Rebound im 3. Quartal 2011 im Schlussquartal um 0,8 % gegenüber dem Vorquartal geschrumpft sein. Neben den altbekannten Problemen belaste die Stärke des Japanischen Yen den Exportsektor. (10.02.2012/ac/a/m)

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