Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" empfehlen spekulativen Anlegern Käufe der Evotec-Aktie (ISIN DE0005664809/ WKN 566480) bis maximal 4,20 EUR zu tätigen.
Bezüglich Evotec habe die Experten das Gerücht einer Übernahme erreicht. Dabei sei die Rede von einem Preis von 5 bis 6 EUR je Aktie. Unterstelle man die Mitte dieser Spanne, hieße das ein kurzfristiges Kurspotenzial von ca. einem Drittel. Zum Hintergrund: Evotec verstehe sich auf die Wirkstoffforschung und -entwicklung und sei damit gewissermaßen Zulieferer für die Pharma- und Biotechnologieindustrie. Konkret handle es sich vor allem um Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z.B. Schlafstörung oder auch Alzheimer und neuropathische Schmerzen). Durchaus denkbar also wäre, dass ein Kooperationspartner sich das Gesamtunternehmen einverleibe.
Im ersten Dreivierteljahr 2006 habe das Unternehmen einen Umsatz von 61,2 Mio. EUR erreicht, was einem Plus von 15% entsprochen habe. Dabei habe sich der operative Verlust aber auf 22,3 Mio. EUR belaufen. Wenngleich dies einen Rückgang um 36% darstelle, werde also noch "tiefrot" geschrieben, wie das für ein forschungsorientiertes Unternehmen aus diesem Bereich nicht untypisch sei. Dagegen stehe jedoch per Jahresende ein Liquiditätsbestand von wohl etwas mehr als 50 Mio. EUR. Die Eigenmittel hätten laut dem jüngsten Quartalsbericht 152,62 Mio. EUR betragen, die EK-Quote habe sich somit grob auf 80% belaufen. Der Gesamtumsatz im vergangenen Geschäftsjahr habe wohl bei etwa 82 bis 84 Mio. EUR gelegen.
Somit ist die Aktie von Evotec eine zunächst spekulative Wette, so die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief". Mit Stop-loss-Sicherheitsnetz sei sie indes ein Engagement wert. Käufe sollten bis maximal 4,20 EUR getätigt werden. Das Stop-loss-Limit sollte recht eng bei 3,88 EUR gesetzt werden. (Ausgabe vom 24.02.2007) (26.02.2007/ac/a/t)
Analyse-Datum: 26.02.2007