Hagen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "ExtraChancen" sehen für die Aktie von FORTEC (ISIN DE0005774103/ WKN 577410) Überraschungspotenzial.
Bereits im letzten September vor dem Aktiensplitt hätten die Experten in den "ExtraChancen" FORTEC als "Aktie des Tages" empfohlen - zu 13,23 Euro. Danach sei es hoch bis auf 16,43 Euro gegangen. Mittlerweile sei die Aktie wieder fast auf das Einstiegsniveau zurückgefallen. Nicht ganz verständlich, denn das Unternehmen habe noch viel vor: Um das Umsatzziel von 100 Mio. Euro zu erreichen, sei eine großen Akquisition erforderlich, mit der laut Fischer "in absehbarer Zeit zu rechnen ist".
FORTEC sei ein Vorlieferant für die Investitionsgüterindustrie: Gerätehersteller würden die FORTEC-Systeme in ihre eigenen High-Tech-Produkte einbauen. Die Produktpalette umfasse industrielle Display- (Flachbildschirme) und Powerlösungen (Stromversorgung) sowie Embedded-Lösungen für die Medizintechnik und professionelle Informationstechnologie im industriellen Bereich.
Für das Ende Juni zu Ende gegangene Geschäftsjahr werde FORTEC zum 15. Mal in Folge einen Umsatzrekord ausweisen. Wie sich bereits nach neun Monaten abgezeichnet habe, werde die Umsatzplanung von plus 20% für das Gesamtjahr (entspreche gut 50 Mio. Euro) aller Voraussicht nach übertroffen.
Allerdings werde der Einfluss der Fußball-Weltmeisterschaft auf das FORTEC-Geschäft dabei etwas überschätzt. Tatsächlich dürfte die WM rund 2 Mio. Euro Extra-Geschäft gebracht haben. Wichtiger würden indes die Auswirkungen der Beteiligung an Profi-Informationssystemen wie Info-Terminals auf Flughäfen und Bahnhöfen oder Fahrgastinfosystemen in Zügen, S-Bahnen oder Bussen erscheinen. Sie würden nämlich wichtige Referenzobjekte für künftige Projekte im In- und Ausland darstellen.
Nach den ersten neun Monaten habe sich abgezeichnet, dass die Gewinne mit der Entwicklung der Umsätze nicht mithalten könnten. Analysten hätten daher in den letzten Wochen ihre Schätzungen von 0,81 Euro je Aktie auf 0,66 Euro (nach Split) zurück genommen. Ein Grund - neben der allgemeinen Marktschwäche - für den Kursrückgang seit März um nahezu 27%.
Das Ziel von 100 Mio. Euro Umsatz bis 2010 sei mit rein organischem Wachstum allein nicht zu schaffen. Firmenchef Fischer gehe davon aus, dass 40 Mio. Euro Umsatz durch Akquisitionen generiert würden. Bleibe die Frage, ob dies mit einer großen oder mehreren kleinen Übernahmen bewerkstelligt werde. Schon 2007 werde FORTEC in die Erfolgsspur zurückkehren: 0,78 Euro Gewinn je Aktie würden realistisch erscheinen. Mit einem KGV von 16,7 sei die Aktie nicht zu teuer.
Im Kurs der FORTEC-Aktie nicht eingepreist ist zudem das Überraschungspotenzial einer möglichen großen Übernahme, so die Experten von "ExtraChancen". Sobald eine solche über die Ticker verbreitet werde, dürfte es für einen Einstieg schon zu spät sein. (11.07.2006/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 11.07.2006