Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Martina Valenta, stuft die Aktie von Flughafen Wien (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) auf "halten" hoch.
Nach einem Passagierwachstum von 7,1% im Jahr 2011 erwarte das Flughafen-Management für 2012 eine flache Entwicklung (0 bis 1%). Im Laufes Jahres werde die AUA ihre 737-Charter-Flotte gegen A 319/320 austauschen und verkleinern. Zumindest das 1. Quartal sollte noch Zuwächse zeigen, die sich im Laufe des Jahres abflachen sollten.
Obwohl kein konkreter Ausblick gegeben worden sei, erwarte das Management für heuer einen Umsatz- und Ergebniszuwachs. Den neuen Analystenschätzungen zufolge werde dieser jedoch nicht allzu üppig ausfallen. Skylink-Mieteinnahmen für rund ein halbes Jahr (beziffert mit rund EUR 20 Mio.) würden auf Kosten in Form von Betriebsaufwendungen (EUR 30 bis 35 Mio.), nicht mehr aktivierungsfähige Zinsaufwendungen (EUR 20 Mio.) und Abschreibungen (EUR 40 Mio.) treffen. Das angekündigte Sparpaket von EUR 25 Mio. werde nicht alle Mehrbelastungen auffangen können.
In punkto Dividende sei gestern bestätigt worden, dass diese mind. EUR 1,00 betragen solle. Nach der Gewinnwarnung zum Q3 sei diese Kürzung bereits erwartet worden. Für die Folgejahre sei in der Telekonferenz von CFO Ofner ein Ausschüttungsband von 40 bis 60% angegeben worden. Auf Basis der neuen Gewinnschätzung der Analysten für 2012 erwarte man aber auch nächstes Jahr nur eine Dividende i.H.v. EUR 1,00.
Die Analysten würden denken, dass die Wertberichtigungen zum Q3, die Dividendenkürzung und die mageren Wachstumsaussichten für heuer auf den aktuellen Kursniveaus eingepreist sein sollten.
Daher haben die Analysten der Erste Bank trotz magerem Passagierausblick 2012 ihre Empfehlung für die Aktie von Flughafen Wien auf "halten" angehoben. Das Kursziel werde von EUR 30 auf EUR 31 erhöht. (Analyse vom 20.01.2012) (20.01.2012/ac/a/a)
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