Wien (aktiencheck.de AG) - Martina Valenta, Analystin der Erste Bank, stuft die Flughafen Wien-Aktie (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) von "halten" auf "reduzieren" herab.
Diese Woche habe der Flughafen Wien seinen Ausblick über die Passagierentwicklung 2009 und seine Investitionspläne revidiert. Für 2009 werde nun ein Passagierrückgang um 9% erwartet nach dem letzten Ausblick von -5% im Januar. Gleichzeitig seien die Investitionspläne nach oben geschraubt worden, da beim Skylink Terminal mit Kostenüberschreitungen in Höhe von rd. EUR 170 Mio. gerechnet werde.
Des Weiteren sei auch der Eröffnungszeitpunkt auf 2011 verschoben worden. Das Passagierminus sowie die Baukostenüberschreitung und Verschiebung der Eröffnung hätten über den Erwartungen der Analysten gelegen, sodass sie ihre Schätzungen gekürzt hätten. Die gestiegenen Baukosten würden auch zu einer höheren Verschuldung führen. Das Kursziel der Analysten wandere auf EUR 23,60 (zuvor EUR 25,00) und beinhalte einen 10%igen Abschlag für die nach wie vor unsichere Zukunft der Austrian Airlines, deren Übernahme noch nicht ganz unter Dach und Fach sei.
Die Analysten der Erste Bank nehmen daher ihre Empfehlung für die Flughafen Wien-Aktie von "halten" auf "reduzieren" zurück. Außer der günstigen Bewertung auf Basis von Multiples gebe es derzeit keine staken Argumente für ein Engagement am Flughafen Wien, kurzfristig würden die Analysten Druck auf die Kurse durch den Ex-Dividenden-Tag am 28.4. (EUR 2,60/Aktie) und den von ihnen erwarteten schwachen Q1-Zahlen nach dem Passagierminus von 15% erwarten. (Analyse vom 24.04.2009) (24.04.2009/ac/a/a)
Analyse-Datum: 24.04.2009