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Die Gesellschaft habe im abgelaufenen dritten Quartal 2006 einen massiven Verlustanstieg hinnehmen müssen.
So habe sich der Quartalsverlust aus dem fortgeführten Geschäft nach Steuern auf 5,8 Milliarden USD oder 3,08 USD je Aktie erhöht. Dabei seien allerdings auf Sonderaufwendungen insgesamt 4,6 Milliarden USD entfallen. Die Sonderbelastungen hätten sich insbesondere im Zusammenhang mit Restrukturierungen sowie Wertberichtigungen bei nordamerikanischen Automobilproduktionsniederlassungen und bei Jaguar/Land Rover ergeben. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte habe der Quartalsverlust mit 1,2 Milliarden USD oder 0,62 USD je Aktie etwa im Rahmen der Analystenerwartungen gelegen. Der Konzernumsatz im Automobilgeschäft habe sich mit einem Rückgang um 2,1 Milliarden USD auf 32,6 Milliarden USD ebenfalls schwach entwickelt.
Insgesamt habe das Unternehmen mit den veröffentlichten Quartalszahlen enttäuscht. Eines der größten Probleme der Gesellschaft liege im Amerikageschäft. So habe sich der Verlust im Nordamerikageschäft im abgelaufenen Quartal auf 2 Milliarden USD vor Steuern erhöht. Dabei leide das Unternehmen vor allem unter einem ungünstigen Modellmix, Marktanteilsverlusten und höheren Rabatten. So habe sich in Anbetracht der immer noch hohen Ölpreise auch die Nachfrage nach spritdurstigen Geländewagen schwach entwickelt. Ford sei daher bestrebt, verstärkt auf sparsamere Kleinwagen zu setzen. Insgesamt habe sich der Umsatz im Nordamerikageschäft um 2,8 Milliarden USD auf 15,4 Milliarden USD verringert.
Beim gestrigen Schlusskurs von 7,90 USD erscheine das Unternehmen in Anbetracht der großen operativen Probleme relativ ambitioniert bewertet. Zudem drohe auch auf der Bilanzseite Ungemach. So müsse der Konzern seine Bilanzen ab dem Jahr 2001 bis zum zweiten Quartal 2006 wegen falscher Verbuchung von Finanzderivaten neu berechnen. In diesem Zusammenhang seien negative Auswirkungen nicht auszuschließen. Insgesamt gehe man davon aus, dass sich das Sentiment für die Aktie in den kommenden Monaten eintrüben könne.
Die Analysten von AC Research empfehlen im Rahmen ihrer Ersteinschätzung, die Aktien von Ford zu reduzieren. (24.10.2006/ac/a/a) Analyse-Datum: 24.10.2006
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