Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktien von Fraport (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) von "verkaufen" auf "halten" herauf.
Am 8. Mai werde Fraport die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2008 veröffentlichen. Nachdem das Unternehmen zuletzt enttäuschende Verkehrszahlen vorgelegt habe, würden die Analysten mit einem Rückgang von Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr rechnen. Bei dem Vergleich der Zahlen sei zu berücksichtigen, dass mittlerweile der ICTS-Verkauf erfolgt sei. Die ehemalige Sicherheitstochter habe in 2007 angabegemäß einen Umsatz von rund 320 Mio. EUR erzielt.
Zuletzt habe Fraport enttäuschende Verkehrszahlen für den Monat März vorgelegt. Diese seien durch Sondereffekte wie Warnstreiks im öffentlichen Dienst und Wettereinflüsse belastet worden. Es sei für das Gesamtjahr mit einer Verlangsamung des Passagierwachstums zu rechnen. Fraport rechne am Flughafen Frankfurt mit einem Wachstum von 1 bis 2%.
Der Konzern habe darüber hinaus zuletzt bekannt gegeben, dass es in der Geschäftsführung der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH am 1. Juni dieses Jahres zu einem Wechsel kommen werde. Der bisherige Geschäftsführer, Stefano Wulf, werde vom Geschäftsführer der Fraport Cargo Services (FCS), Uwe Klettenheimer, abgelöst. Wulf wiederum werde Klettenheimer bei der FCS als einer der beiden Geschäftsführer folgen. Mit der Personalentscheidung zeige Fraport, dass die Probleme von Frankfurt-Hahn nun auf der Personalebene angegangen würden. Die Beteiligung stehe angesichts anhaltender operativer Schwächen folgerichtig auf dem Prüfstand.
Nachdem die Fraport-Aktie ihr Kursziel von 48,00 EUR unterschritten hat, stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe sie auf "halten" hoch. Der Aktienkurs habe zuletzt vor dem Hintergrund eines größeren Placements nachgegeben. (Analyse vom 02.05.2008) (02.05.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 02.05.2008