New York (aktiencheck.de AG) - Andrew Light, Analyst der Citigroup, stuft die Aktie von Fraport (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) unverändert mit "buy" ein, senkt aber das Kursziel von 53 auf 47 EUR.
Der Aktienkurs sei seit Jahresanfang trotz einer weitgehend unveränderten Investmentthese um 24% gesunken. Die Bedenken des Marktes würden sich auf die Fähigkeit des Unternehmens, die Investitionen für die Startbahnen und Terminals zu finanzieren und die Unsicherheit im Hinblick auf Gebührenerhöhungen konzentrieren.
Auf der einen Seite verfüge Fraport mit der Lufthansa über eine finanziell stabile Airline mit aggressiven Plänen zur Kapazitätsausweitung. Auf der anderen Seite sei die Lufthansa, welche von Fraport in 2007 eine Gebührensenkung erzwungen habe, aber auch ein harter Verhandlungspartner. Lufthansa sei zudem nicht nur der größte Kunde von Fraport, sondern auch mit 9% beteiligt. Während für Fraport der Bedarf nach einer Gebührenerhöhung im Vordergrund stehe, dürfte Lufthansa auch weiterhin entgegengesetzten Druck ausüben.
Um einer von 2,5% auf 2,0% gesenkten Annahme zum Passagierwachstum in Frankfurt und geringeren Abschreibungen Rechnung zu tragen, seien die EPS-Schätzungen leicht angepasst worden. Den Gewinn je Aktie sehe man in 2008 nach 2,15 EUR nun bei 2,13 EUR, in 2009 nach 1,94 EUR nun bei 1,98 EUR und in 2010 nach 1,97 EUR nun bei 2,07 EUR.
Die Bewertung der Aktie liege nun historisch gesehen unter dem Sektordurchschnitt und sei damit nicht anspruchsvoll. Eine attraktive Bewertung reiche aber alleine nicht aus. Investoren würden auf echte Impulse warten, die aber kurzfristig Mangelware seien. Die Aktie sei daher für langfristige Value- oder Infrastrukturinvestoren geeignet.
Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten der Citigroup bei ihrer Empfehlung die Aktie von Fraport zu kaufen. (Analyse vom 18.06.08)
(18.06.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 18.06.2008