Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Fraport (ISIN DE0005773303/ WKN 577330) unverändert mit "verkaufen" ein.
Fraport habe zuletzt Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Wie erwartet seien deutliche Rückgänge beim Umsatz und Ergebnis zu verzeichnen gewesen. Konzernweit habe man im Passagieraufkommen Einbußen von 7,1% verbucht, während der Rückgang der Passagiere am Frankfurter Flughafen mit 10,9% noch deutlicher ausgefallen sei. Negativ ins Gewicht würden vor allem die Regionen Nordamerika (-14% yoy nach vier Monaten 2009) und Far East (-13% yoy nach vier Monaten 2009) fallen.
Diese Entwicklung habe sich besonders in den Segmenten Aviation und Ground Handling widergespiegelt. Im Segment Aviation hätten neben dem Top-Line- Rückgang erhöhte Sicherheitskosten, höhere Materialkosten für Winterdienste und höhere Personalkosten negativ auf das Ergebnis gewirkt. Die Erhöhung der Gebühren habe diesen Effekt nur teilweise ausgleichen können. Im Retail & Real Estate Segment liege man in line, um die Ziele für die Erlöse pro Passagier zu erreichen. In Q1 seien 3,09 EUR/PAX vermeldet worden. 2012 sollten hier 4 EUR/PAX verdient werden.
Fraport habe den Ausblick für das Gesamtjahr präzisiert. Man rechne mit einem Rückgang des Passagieraufkommens am Flughafen Frankfurt zwischen 6 und 9%. Das Konzern-EBITDA solle zwischen 500 Mio. EUR und 530 Mio. EUR liegen, wobei man angabegemäß mit einer Veränderung des EBITDA um 10 Mio. EUR je Prozentpunkt Veränderung des Passagieraufkommens (bezogen auf den Standort Frankfurt) rechne. Im Zuge des Ausbaus solle die Gearing Ratio auf bis zu 75% ansteigen. Nach Q1 liege man bei 51%.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Aktie von Fraport weiterhin mit dem Rating "verkaufen". Das Kursziel werde von 27.00 EUR auf 26,00 EUR gesenkt. (Analyse vom 19.05.2009) (19.05.2009/ac/a/d)
Analyse-Datum: 19.05.2009