Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Independent Research, Sven Diermeier, stuft die GDF SUEZ-Aktie (ISIN FR0010208488/ WKN A0ER6Q) in seiner Ersteinschätzung mit "reduzieren" ein.
Gestern sei der Zusammenschluss von GDF und SUEZ vollzogen worden. Dabei habe formal betrachtet GDF SUEZ übernommen. Damit stoße der neue Konzern gemessen an den Umsatz- und EBIT-Zahlen für 2007 in die europäische Spitzengruppe der Versorger vor.
GDF SUEZ wolle EBITDA (unternehmenseigene Definition) ausgehend von 13,1 Mrd. Euro in 2007 (pro forma) auf 17 Mrd. Euro im Jahr 2010 verbessern. Zudem sei eine attraktive Ausschüttungspolitik angekündigt worden. Demnach solle die reguläre Ausschüttungsquote bei über 50% liegen (bezogen auf den bereinigten Nettogewinn) und die Dividende solle pro Jahr um 10 bis 15% gesteigert werden.
Durch den Zusammenschluss würden die Analysten u.a. durch die zu erwartenden Synergieeffekte überdurchschnittliche Gewinnwachstumsraten im Sektorvergleich erwarten. Als Schwachpunkt würden sie dagegen die Eingriffsmöglichkeiten des französischen Staates durch seine hohe Beteiligung und die "Goldene Aktie" ausmachen. Es bestehe somit die Gefahr, dass die Geschäftsführung zu stark Rücksicht auf die Interessen der französischen Regierung nehmen müsse.
Das GDF SUEZ-Papier (bis 21.07.2008 GDF-Aktie) habe in den zurückliegenden sechs Monaten deutlich zugelegt und sich wesentlich besser entwickelt als der DJ EURO STOXX 50 und der STOXX 600 Supersector Utilities.
Da die Analysten von Independent Research einen fairen Wert je GDF SUEZ-Aktie von 41,58 Euro ermittelt haben, bewerten sie den Titel in ihrer Ersteinschätzung mit "reduzieren". Das Kursziel werde mit 41,50 Euro angegeben. (Analyse vom 23.07.2008) (23.07.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 23.07.2008