14.03.2008 15:12
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GEA Group halten (Bankhaus Lampe KG)

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Aktie von GEA Group (ISIN DE0006602006/ WKN 660200) nach wie vor mit "halten" ein.

Die von der GEA Group für das Geschäftsjahr 2007 vorgelegten Zahlen würden sich wie folgt gestalten: Der Umsatz habe um 19,6% auf 5.198,6 Mio. EUR gesteigert werden können. Beim EBIT sei ein Anstieg um 41,4% auf 420,5 Mio. EUR generiert worden. Das EBT habe sich um 46% auf 370,5 Mio. EUR verbessert. Der Jahresüberschuss habe ein Plus von 35,8% auf 254,5 Mio. EUR verzeichnet.

In den drei Kernsegmenten sei es der Gesellschaft gelungen, die EBIT-Marge von 8,1% in 2006 auf 9,0% in 2007 zu steigern. Damit habe die Gesellschaft ihr Ziel, welches eine Steigerung der EBIT-Marge um über 60 Basispunkte vorgesehen habe, überschritten und auch bessere Ergebnisse erzielt als von den Analysten erwartet. Schlechter habe sich dagegen der Bereich der sonstigen Aktivitäten entwickelt. Hier habe zum Ende des Geschäftsjahres 2007 ein negatives EBIT von -12,9 Mio. EUR zu Buche geschlagen, während nach neun Monaten hier noch ein EBIT von +5,4 Mio. EUR habe erwirtschaftet werden können. Im vierten Quartal habe es hier unter anderem negative Einmaleffekte in Höhe von 8 Mio. EUR in der Holding gegeben.

Der Jahresüberschuss liege deutlich über den Erwartungen der Analysten. Hier wirke sich vor allem eine deutlich niedrigere Steuerquote positiv aus. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen sei deutlich schlechter ausgefallen als von den Analysten prognostiziert. Während nach neun Monaten hier noch +149 Mio. EUR hätten erzielt werden können, maßgeblich getrieben durch den Verkaufserlös von Lurgi von über 200 Mio. EUR, würden hier zum Geschäftsjahresende nur noch 29,1 Mio. EUR ausgewiesen. Begründet werde dieses für die Analysten überraschende Ergebnis mit hohen Verlusten seitens Lentjes bei der Auftragsabwicklung in deren Folge Beschleunigungskosten, Vertragsstrafen für Verzug sowie nicht budgetierte Kostensteigerungen am Beschaffungsmarkt angefallen seien.

Aufgrund des hohen Auftragsbestand und einem guten Start in das laufende Geschäftsjahr, rechne die Gesellschaft mit einem Umsatzwachstum von ca. 10% sowie einer Verbesserung der EBIT-Marge in den Kernsegmenten von 70 bis 80 Basispunkten. GEA Group selber erwarte zwar insbesondere in Nordamerika eine Konjunkturabschwächung, glaube aber nicht an ein globales Phänomen. Hinsichtlich des Auftragseingangs würden die Bochumer ein Wachstum von 5% bis 10% prognostizieren. Nach den ersten zwei Monaten habe dieses bei 6% gelegen. Für 2009 prognostiziere GEA Group bereits jetzt ein organisches Wachstum von 5% bis 10%. Die EBIT-Marge solle sich den Planungen nach auf über 10% in den Kernsegmenten belaufen. In den nächsten ein bis zwei Geschäftsjahren plane die Gesellschaft mit einem höheren Capex von 3%, da unter anderem in Niedriglohnländern Kapazitäten aufgebaut werden sollten.

Sollten keine wertsteigernden Akquisitionsobjekte gefunden werden, könnten die Analysten sich vorstellen, dass die Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte wiederum ein Aktienrückkaufprogramm ins Leben rufen könnte. Bis zum Jahr 2009 werde eine Ausschüttungsquote von einem Drittel des Nettoergebnisses angestrebt.

In 2007 habe die Gesellschaft über 50% ihrer Umsätze in den relativ konjunkturunabhängigen Lebensmittel- und Pharmabereichen erwirtschaftet. Für das laufende Geschäftsjahr erwarte die Lebensmittelindustrie aufgrund der steigenden Nachfrage aus den Emerging-Countries einen Anstieg der weltweiten Nachfrage von ca. 7%.

Ein wichtiger Punkt auf dem Weg zur weiteren Steigerung der EBIT-Marge seien nach Erachten der Analysten weitere Preiserhöhungen, die noch nicht in allen Divisionen gemäß den Vorstellungen des Vorstandes vollzogen worden seien. Des Weiteren werde es wichtig sein, steigende Rohstoffkosten und Effekte aus einem weiter schwachen US-Dollar auch in Zukunft so gut zu kompensieren, wie es in der Vergangenheit der Fall gewesen sei.

Trotz des Ende Dezember abgeschlossenen Verkaufs von Lentjes gebe es weiter Risiken im Zusammenhang mit dieser Gesellschaft, resultierend unter anderem aus Garantieverpflichtungen, die unter den Discounted Operations ausgewiesen werden müssten.

Nach den Modellen der Analysten werde die Aktie der Gesellschaft aktuell mit einem Aufschlag gegenüber ihrer Peer-Group infolge der positiven Aussichten im operativen Geschäft gehandelt. Damit würden die Analysten den Wert allerdings auch als fair bewertet erachten.

Die Anlageempfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe für die GEA Group-Aktie lautet deshalb unverändert "halten". Das Kursziel werde weiterhin bei 22 EUR gesehen. (Analyse vom 14.03.2008) (14.03.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 14.03.2008

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