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Die zuletzt von der GEA Group veröffentlichten Zahlen hätten unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Lediglich beim Auftragseingang sei ihre Prognose fast punktgenau getroffen worden.
Im Segment Energie and Farm Technology habe die Gesellschaft Umsatzerlöse von 447,1 Mio. EUR (BHLe: 440,9) erzielt, was einem Anstieg von 9,3% entsprochen habe (Q1/08 7,1%). Treiber für das Wachstum seien die Division Lufttechnik, die hier insbesondere von einer guten Konjunktur in der osteuropäischen Bauindustrie profitiert habe, sowie die Division Landtechnik aufgrund des Booms in diesem Sektor gewesen. Die Umsätze hätten aufgrund der guten Marktposition sowie eines vergrößerten Vertriebsnetzes zweistellig zugelegt. Die Marge habe im Segment Energie and Farm Technology mit 8,4% über den Erwartungen der Analysten von 7,9% gelegen und damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,1 Prozentpunkte gesteigert werden können.
Im Segment Process Technology seien die Umsatzerlöse um 13,3% auf 844,6 Mio. EUR gewachsen. Die Analysten vom Bankhaus Lampe haben hier ein Wachstum auf 872,4 Mio. EUR erwartet (+17,0%). In Q1 habe das Wachstum hier noch bei 26,9% gelegen. Die Marge habe bei 10,2% gelegen. Die Analysten seien im Vorfeld von 10,3% ausgegangen.
Die Umsätze im Bereich Sonstige (Ruhrzink, Konsolidierung, Holding) hätten mit 58,3 Mio. EUR unter den Schätzungen der Analysten von 70 Mio. EUR gelegen. Hier schwächle die RuhrZink AG aufgrund des deutlich gesunkenen Zinkpreises im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Man gehe davon aus, dass während der Amtszeit von CFO Eberlein diesbezüglich noch eine Portfoliobereinigung erfolgen werde, denn die Gesellschaft arbeite nicht profitabel. Das EBIT sei mit -12,7 Mio. EUR ebenfalls schwächer ausgefallen als von den Analysten mit -8 Mio. EUR erwartet.
Im laufenden Geschäftsjahr seien bereits sechs Übernahmen getätigt worden. Den eingekauften Umsatz schätze man auf 100 Mio. EUR. Zuletzt habe die Gesellschaft ein Schuldscheindarlehen über 200 Mio. EUR platziert, was ein weiteres anorganisches Wachstum erwarten lasse.
Nachdem die Umstrukturierung und die Fokussierung des Unternehmens auf die Kernkompetenzen größtenteils abgeschlossen seien, stehe nun die Stärkung der Marke auf der Agenda. Dazu würden zukünftig alle Gesellschaften unter dem silbernen GEA Logo auftreten, um die Zugehörigkeit zur GEA Group zu demonstrieren.
Die Gesellschaft habe zuletzt im Rahmen der Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Halbjahr die Guidance leicht erhöht, was für die Analysten allerdings keine große Überraschung dargestellt habe. Die Gesellschaft prognostiziere unverändert ein Umsatzwachstum von ca. 10% in den Kernsegmenten. Angesichts eines Wachstums von 15,4% zum Halbjahr halten die Analysten vom Bankhaus Lampe die Prognose für konservativ und unterstellen in ihren Modellen ein Wachstum von 13%.
Die Verbesserung der EBIT-Marge in den Kernsegmenten solle nun allerdings nicht mehr bei +70 bis 80 Basispunkten liegen, sondern bei +80 bis 90. Zum Halbjahr habe eine Verbesserung von +90 Basispunkten realisiert werden können. Da die Marge im Geschäftsjahr 2007 bei 9,2% gelegen habe, werde die 10%-Grenze in diesem Geschäftsjahr durchbrochen. Für 2009 erwarte das Management eine weitere Steigerung der Umsätze im Bereich von 5% bis 10%. Die Marge (in den Kernsegmenten) solle bei über 10% liegen. Auf Konzernebene würden die Holdingkosten sowie die schwache Entwicklung der RuhrZink AG belasten, deren Ergebnisse nicht in den Kernsegmenten enthalten seien.
Die Gesellschaft erziele mehr als die Hälfte der Umsätze mit Anwendungen, die in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie Verwendung fänden. Diese Industrien seien nach Erachten der Analysten relativ unabhängig von konjunkturellen Schwankungen, da sie Grundbedürfnisse befriedigen würden. Allerdings würden sie darüber hinaus besonders von steigenden Einkommen in den sich schnell entwickelnden Volkwirtschaften und einer damit einhergehenden steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen bzw. aufwendig hergestellten Lebensmitteln profitieren. So nähere sich beispielsweise in China der Pro-Kopf-Verbrauch an Softdrinks rasch den europäischen und amerikanischen Werten.
Das GEA-Management habe am 1. Januar 2008 ein neues Bonussystem für 300 Senior Manager eingeführt. Dieses Bonussystem solle bei den leitenden Angestellten eine Abkehr vom Umsatzdenken bewirken. Stattdessen steige die Entlohnung bei Verbesserungen der EBIT-Marge und der Relationen von Working Capital zu Umsatz bzw. EBIT. Der Erfolg dieser Maßnahme werde beim Vergleich der Margen auf Quartalsebene deutlich, auch wenn dies zulasten des Auftragseingangs gehe, wie zuletzt bei den Zahlen zum zweiten Quartal ersichtlich.
Die Gesellschaft sei nach Erachten der Analysten in sehr interessanten Märkten tätig, wie der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie, die deutlich unabhängiger von wirtschaftlichen Schwankungen seien. Deshalb erwarte man für 2009 auch einen weiteren Anstieg der Umsätze sowie eine weitere Verbesserung der Margen. Die guten Aussichten seien aber nach Erachten der Analysten schon weitgehend im Kurs eingepreist, was am Bewertungsaufschlag im Vergleich zu anderen deutschen Maschinen- und Anlagenbauern erkennbar sei.
Aus diesem Grund stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe den GEA Group-Wert unverändert mit der Anlageempfehlung "halten" ein. Das Kursziel senke man von 23 EUR auf 22 EUR. (Studie "MDAX-Guide Herbst 2008" vom 27.08.2008) (28.08.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 28.08.2008
| 01.07.2009 | GEA Group buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 01.07.2009 | GEA Group buy | Citigroup Corp. | |
| 30.06.2009 | GEA Group buy | Citigroup Corp. | |
| 05.06.2009 | GEA Group neues Kursziel | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 11.05.2009 | GEA Group spekulativ kaufen | Euro am Sonntag |
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