Die Erste Bank bewertet am 1. April die Aktie des österreichischen Hardwareunternehmens GERICOM AG mit "Sell". Das Kursziel liegt bei 2,80 Euro.
GERICOM habe die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004 veröffentlicht. Aufgrund des nach wie vor sehr schwierigen Umfelds und massiven Wettbewerbs im Bereich Konsumelektronik habe der Umsatz mit 375,3 Mio. Euro merklich hinter dem Vorjahr gelegen. Deutlich erhöht habe sich
dabei der Umsatzanteil von Home Entertainment-Produkten, der auf rund 42 Prozent angestiegen sei. Das Unternehmen habe im Gegensatz zum Vorjahr aber wiederum eine positive Bruttomarge von 17,3 Mio. Euro erwirtschaften können. Auch beim EBIT habe sich eine Verbesserung gezeigt, es sei jedoch mit -1,6 Mio. Euro nach wie vor negativ gewesen. Der Jahresverlust in 2004 habe auf -3,7 Mio. reduziert werden können.
Keinen konkreten Ausblick habe das Management für das laufende Geschäftjahr 2005 gegeben. Beim
Umsatz gehe man von einem weiteren Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2004 aus. Aufgrund der weiterhin bestehenden starken Konkurrenzsituation und des Preisdrucks seien weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Organisationsstruktur notwendig. Mit der geplanten Senkung der Fixkostenbasis solle 2005 eine EBIT-Marge von 1 Prozent erwirtschaftet werden. Die Analysten werden ihre Zahlen überarbeiten.