Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" raten zum Verkauf der General Motors-Aktie (ISIN US3704421052/ WKN 850000).
Unter den drei US-Automobilkonzernen Ford, Chrysler und General Motors gelte letzterer als Insolvenzkandidat Nummer Eins. Denn einer Netto-Cash-burn-Rate von rund 1,2 Mrd. USD pro Monat stünden liquide Mittel von knapp 16 Mrd. USD gegenüber. Zudem würden die Zinszahlungen für die rund 40 Mrd. USD Bankverbindlichkeiten den gegenwärtigen Börsenwert deutlich übersteigen.
Mögliche Rettungsaktionen wie ein Opel-Verkauf, eine Fusion oder ein Rettungsplan der US-Regierung kämen zwar in Betracht, doch dürfte lediglich eine Kapitalspritze der US-Regierung dem Automobilkonzern helfen. Ob diese jedoch den gleichen Fehler wie schon Anfang der 80er-Jahre bei Chrysler nochmal mache, bleibe fraglich.
Vor dem Hintergrund der sehr angespannten Lage und mit der Aussicht, dass sich die Absatzlage in der Branche kurzfristig nicht erholen dürfte, scheine eine Insolvenz von General Motors unausweichlich.
Die Experten von "Der Aktionär" empfehlen, die General Motors-Aktie zu verkaufen. (Ausgabe 49) (26.11.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 26.11.2008