Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" sehen für die Aktie von Gilead Sciences (ISIN US3755581036/ WKN 885823) per 2012 eine sagenhafte Gewinn-Chance von 220 Prozent.
Der Biotechnologie-Champion sei im Juni 1987 von dem jungen Arzt Michael Riordan unter dem Namen Oligogen gegründet worden. Ein Jahr darauf sei in Anlehnung an das biblische Land Gilead die Umfirmierung in Gilead Sciences erfolgt. Größere Kapitalspritzen zahlreicher Venture Capital-Geber - wie u. a. des Pharmazie-Konzerns Glaxo - sowie die Einnahmen aus dem Börsengang in 1992 hätten dem Unternehmen die kostenintensive Forschung nach neuen Medikamenten gegen Virus-Erkrankungen wie bspw. HIV ermöglicht. Der Durchbruch sei 1996 gelungen, als mit Vistide das erste eigene Präparat für AIDS-Patienten auf den Markt gebracht worden sei. Drei Jahre später habe Gilead Sciences durch den Kauf des drei Mal größeren Wettbewerbers NeXstar für Aufsehen gesorgt, dem weitere millionenschwere Akquisitionen gefolgt seien.
Heute beschäftige der Konzern mit Sitz im kalifornischen Foster City rund 2.700 Mitarbeiter und gelte auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung von Präparaten gegen lebensbedrohliche Pilzinfektionen und AIDS als weltweit führend. Inzwischen zahle das Sortiment elf Verkaufsschlager, von denen Truvada mit einem Umsatzanteil von rund 38% den Löwenanteil in die Kassen spüle. Dabei profitiere der US-Champion auch von dem immer wieder grassierenden Vogelgrippe-Virus H5N1. Denn aufgrund eines Lizenzvertrages erhalte Gilead rund 20% der Einnahmen des Grippe-Medikaments Tamiflu, das 1996 an den Konkurrenten Roche verkauft worden sei.
Mit den jüngsten Übernahmen von Corus Pharma, Raylo Chemicals und Myogen solle die Produktpalette weiter ausgebaut werden. So befinde sich z. B. seit neuestem mit Ambrisentan auch ein vielversprechendes Medikament gegen Bluthochdruck in der Pipeline. Die Geschäfte würden sich trotz der hohen Übernahmekosten glänzend entwickeln. Alleine im zweiten Quartal habe Gilead Sciences die Einnahmen um 53% auf die Rekordmarke von 1,05 Mrd. Dollar gesteigert und habe dabei den Nettogewinn um 54% auf 408 Mio. Dollar verbessert.
An der Börse kenne Gilead langfristig nur den Weg nach oben. Nachdem jedes der vergangenen zehn Jahre mit einem Gewinn zwischen 3% (in 2002) und 71% (in 2003) abgeschlossen worden sei, errechne sich eine überdurchschnittliche geoPAK10 von 32% bei einer hohen Gewinn-Konstanz von 95%. Da die Verlust-Ratio dabei mit 2,37 nur leicht über dem Champions-Mittelwert liege, gelte für Gilead eines der besten Chance-Risiko-Verhältnisse unter den Champions der Experten.
Die Experten hätten den Titel bisher sieben Mal für ein Basis-Depot empfohlen und lägen damit im Mittel 66% im Gewinn. Jetzt eröffne sich abermals eine lukrative Einstiegsgelegenheit, nachdem in der seit den All-Time-Highs vom April laufenden Korrektur eine typische 50%-Gegenbewegung auf den kräftigen Kursanstieg seit den Sommer-Tiefs 2006 vollzogen worden sei. Mit Überbieten der 200-Tage-Linie habe Gilead Sciences gerade einen neuen Aufwärtstrend eingeleitet und dadurch ein Kaufsignal generiert, das die Experten heute zur abermaligen Aufnahme in ihr Basis-Depot nutzen würden.
Denn auf Basis der Performance-Kennzahlen errechnet sich für die Gilead Sciences-Aktie per 2012 eine sagenhafte Gewinn-Chance von 220%, so die Experten von "boerse.de-Aktienbrief". (Ausgabe 145 vom 26.09.2007)
(28.09.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 28.09.2007