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GlaxoSmithKline bei 21,50 Euro einsteigen (Bankverein Werther AG)
GlaxoSmithKline sei nach Pfizer der zweitgrößte Pharmakonzern der Welt. Das britische Unternehmen habe die Analysten vor einigen Wochen mit guten Zahlen überrascht. Glaxo habe den Umsatz im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent auf 23,2 Mrd. britische Pfund gesteigert. Der Gewinn je Aktie habe sogar um 15,8 Prozent auf 95,5 Pence zugelegt. 2007 solle der Überschuss um weitere 8 bis 10 Prozent steigen.
Der Markt billige Glaxo somit ein 2007er Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp unter 15 zu. Die Dividendenrendite betrage gut drei Prozent. Damit würden die Briten zusammen mit Pfizer, Astra-Zeneca und Sanofi-Aventis zu den preiswerten Titeln unter den internationalen Pharmakonzernen gehören. Auch verglichen mit dem Gesamtmarkt sei das Unternehmen analytisch deutlich preiswerter als noch vor einigen Jahren. GlaxoSmithKline habe die Aktienrally der vergangenen Jahre nur unterdurchschnittlich mitgemacht.
Den Branchenkonkurrenten sei es ähnlich ergangen, denn die Pharmariesen würden bis heute mit handfesten Strukturproblemen kämpfen. Hintergrund: Der Patentschutz zahlreicher umsatzstarker Medikamente laufe in den nächsten Jahren aus. In diese Lücke würden die Hersteller von Generika stoßen. Diese würden ihre Nachahmer-Präparate zu einem Bruchteil des ursprünglichen Preises auf den Markt werfen. Außerdem würden sie die patentgeschützten Produkte immer früher attackieren und würden hierbei auch Rechtsstreitigkeiten riskieren. Gleichzeitig steige aber der Aufwand für die Entwicklung neuer Wirkstoffe. Immer weniger Produkte würden die klinischen Tests oder die Prüfungen durch die Gesundheitsbehörden überstehen. Dies führe im Extremfall zu Abschreibungen von Forschungsaufwendungen in dreistelliger Millionenhöhe. Hinzu komme, dass die wirklich revolutionären Neuerungen zunehmend von kleinen Biotech-Unternehmen kommen würden. Die großen Pharmakonzerne hätten diesen Trend verschlafen; sie müssten die Innovationen der Gentechnik-Industrie jetzt teuer einkaufen.
GlaxoSmithKline habe inzwischen die Lehre aus der Innovationsschwäche gezogen. Die Briten hätten ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilung komplett umgekrempelt. Das Prinzip: Eine einzelne Abteilung betreue ein ganzes Krankheitsspektrum, treibe aussichtsreiche Projekte eigenverantwortlich voran und kooperiere schon in der Entwicklungsphase neuer Wirkstoffe mit dem Vertrieb. Dieses Modell gelte mittlerweile als Vorbild für die gesamte Branche.
Schon heute verfüge GlaxoSmithKline über eine gut gefüllte Produktpipeline. Konzernchef Jean-Pierre Garnier wolle in diesem Jahr fünf neue Präparate auf den Markt bringen. Dabei könnten insbesondere die beiden Medikamente Tykerb und Cervarix (gegen Brustkrebs bzw. Gebärmutterhalskrebs) zu einer Erfolgsstory werden. Weitere sieben Neuentwicklungen sollten 2008 kommen. Glaxo habe nach eigenen Angaben insgesamt 47 Innovationen in der Erprobung.
Für das britische Unternehmen spreche darüber hinaus seine Stärke im Impfstoffgeschäft. Dieser Bereich sei deutlich risikoärmer als die Entwicklung von Medikamenten. 2006 habe GlaxoSmithKline die Umsätze mit Impfstoffen um satte 23 Prozent gesteigert. Zu einem wichtigen zukünftigen Umsatzträger könnte sich insbesondere ein neuer Impfstoff gegen die Vogelgrippe entwickeln. Glaxo verhandele einem Pressebericht zufolge mit der Weltgesundheitsorganisation WHO über einen großflächigen Einsatz dieses Mittels in Entwicklungsländern.
GlaxoSmithKline biete mit seinen zahlreichen viel versprechenden Produktinnovationen und seiner reorganisierten Forschungsabteilung ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis.
Anleger können nach Meinung der Analysten des Bankvereins Werther AG Kurse um 21,50 Euro zum Einstieg bei der GlaxoSmithKline-Aktie nutzen. Ein Stoppkurs sollte bei etwa 19,40 Euro platziert werden. (Analyse vom 20.04.2007)
(20.04.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 20.04.2007
| 12.09.2008 | GlaxoSmithKline Downgrade | Exane-BNP Paribas SA | |
| 12.09.2008 | GlaxoSmithKline sell | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 10.09.2008 | GlaxoSmithKline halten | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 10.09.2008 | GlaxoSmithKline sell | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 05.09.2008 | GlaxoSmithKline neues Kursziel | Deutsche Bank AG |
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