Paris (aktiencheck.de AG) - Marietta Miemietz und Lachlan Towart, Analysten der Société Générale, bewerten den Anteilschein des britischen Unternehmens GlaxoSmithKline (ISIN GB0009252882/ WKN 940561) mit "hold".
GlaxoSmithKline habe im zweiten Quartal eine überraschend gute Umsatzentwicklung verbuchen können. Hierbei habe das Unternehmen insbesondere von seinem Impfstoff-Geschäft profitiert. Trotz eines hohen Anteils an den margenschwachen Impfstoffen habe die Bruttomarge mit 76,6% über der Société Générale-Prognose von 74,8% gelegen. Obwohl die Quartalszahlen unerwartet gut ausgefallen seien, habe das Management von GlaxoSmithKline die Gesamtjahresvorgaben bekräftigt. Das Unternehmen rechne für 2008 mit einem EPS-Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Negativ überrascht habe allerdings die Ankündigung zum Aktienrückkaufprogramm. Hier sei das Tempo zurückgeschraubt worden. Ursprünglich habe GlaxoSmithKline den Abschluss des 12 Mrd. GBP umfassenden Programms auf Juli 2009 angesetzt. Laut dem neuen CEO Andrew Witty werde es nun wegen Investments in "neue strategische Prioritäten" zu einer Verzögerung kommen. Angesichts des guten Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr sei man bei der Société Générale der Auffassung, dass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht habe, dass GlaxoSmithKline die Gesamtjahresziele übertreffen werde. Das Kursziel sehe man bei 11,50 GBP.
Vor diesem Hintergrund vergeben die Analysten der Société Générale das Rating "hold" für die Aktie von GlaxoSmithKline. (Analyse vom 23.07.08) (23.07.2008/ac/a/a)
Analyse-Datum: 23.07.2008