Paris (aktiencheck.de AG) - Die Aktienanalysten der Société Générale stufen ihr Rating für den Anteilschein des britischen Unternehmens GlaxoSmithKline (ISIN GB0009252882/ WKN 940610) von "sell" auf "hold" herauf.
Ein Artikel in dem "New England Journal of Medicine" (NEJM) stelle das Sicherheitsprofil von "Avandia" in Frage. Der renommierte Kardiologe Steven Nissen habe eine Meta-Analyse zu klinischen Studien durchgeführt, die "Avandia" (Diabetes Typ II) zum Inhalt gehabt hätten. Aus der Untersuchung gehe hervor, dass sich das Risiko eines Herzinfarktes infolge der Einnahme von "Avandia" um 43% erhöhe, Todesfälle durch Herzprobleme seien durch die Einnahme von "Avandia" 64% wahrscheinlicher. Die US-Gesundheitsbehörde FDA überprüfe derzeit erneut die von GlaxoSmithKline im September 2006 eingereichten Daten.
Nach Auffassung der Analysten werde der Artikel im NEJM auf kurze Sicht zu Umsatzeinbußen bei "Avandia" führen. Die EPS-Prognosen der Analysten seien für 2007 und 2008 von 100,2 Pence auf 97,1 Pence respektive von 107,1 Pence auf 103,1 Pence gesenkt worden, somit errechne sich nun ein 2007-KGV von 13,8 und ein 2008-KGV von 13,0. Die Aktie von GlaxoSmithKline habe nach der Veröffentlichung des Artikels 10% an Wert verloren. Gemessen am 2008-KGV werde die Aktie nun mit einem Abschlag von 10% gegenüber den Papieren der Wettbewerber (ohne Berücksichtigung von Roche) gehandelt, damit werde das Chance-Risiko-Profil angemessen bewertet. Man habe das Kursziel für die Aktie von 1.320 Pence auf 1.260 Pence reduziert.
Auf dieser Grundlage vergeben die Analysten der Société Générale nun das Rating "hold" für die GlaxoSmithKline-Aktie. (Analyse vom 25.05.07)
(25.05.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 25.05.2007