Silkeborg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Jyske Bank bewerten die Aktie des britischen Unternehmens GlaxoSmithKline (ISIN GB0009252882/ WKN 940610) unverändert mit "sell".
Die Zahlen des zweiten Quartals seien erwartungsgemäß ausgefallen. Der Umsatz des Unternehmens habe sich auf 5,67 Mrd. Britische Pfund (GBP) belaufen, während die Konsensschätzung auf 5,69 Mrd. GBP gelautet habe. Das EPS sei mit 24,0 Britischen Pence geringfügig hinter der Konsensschätzung zurückgeblieben. Wie erwartet hätten sich die generischen Konkurrenzprodukte von "Wellbutrin" und "Zofran" auf dem US-Markt sowie die Bedenken bezüglich des Sicherheitsprofils von "Avandia" deutlich in den Quartalszahlen bemerkbar gemacht. Nach Einschätzung der Analysten werde es infolge der FDA-Sitzung zu einer Label-Änderung kommen, die einen Warnhinweis zum Risiko einer Herzthrombose enthalten werde. Dies dürfte die zukünftigen Umsatzzahlen des Medikaments beeinträchtigen.
Aus einem Artikel eines Herzspezialisten gehe hervor, dass sich das Risiko eines Herzinfarkts bei der Einnahme von "Avandia" um 43% erhöhe. Der Spezialist habe sich bereits in der Vergangenheit zum Sicherheitsprofil von Arzneimitteln geäußert, die zum Rückzug eines führenden Produkts geführt hätten. "Avandia" sei eines der Top-Produkte von GlaxoSmithKline. Nach Einschätzung der Analysten bestehe ein hohes Risiko, dass das Unternehmen das Medikament vom Markt nehmen müsse. "Avandia" trage rund 8% zum Gesamtumsatz und rund 11-12% zum Gewinn von GlaxoSmithKline bei. Das Unternehmen rechne für das Jahr 2007 weiterhin mit einem EPS-Wachstum von 8-10%. Darüber hinaus habe das Management mitgeteilt, dass der EPS-Anstieg bei 6% liegen würde, falls die Währungskurse auf dem durchschnittlichen Niveau des ersten Quartals verbleiben würden. Man sehe das Kursziel der Aktie bei 10,00 GBP.
Daher stufen die Analysten der Jyske Bank den Anteilschein von GlaxoSmithKline weiterhin mit "sell" ein. (Analyse vom 25.07.07)
(25.07.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 25.07.2007