13.05.2008 17:32
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Goldpreis Aufwärtsbewegung fortgesetzt (Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) )

Stuttgart (aktiencheck.de AG) - Der Goldpreis setzte in der Woche vor Pfingsten die Anfang Mai begonnene Aufwärtsbewegung fort, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Per Saldo habe sich das gelbe Metall um rund 3% auf 885 US-Dollar pro Feinunze verteuert. Rückblickend werde damit die Marke von 850 US-Dollar als wichtige charttechnische Unterstützung bestätigt. Der kurzfristige Abwärtstrend der zweiten Aprilhälfte habe bei diesem Preis geendet und auch Mitte Januar sei das Niveau von 850 US-Dollar bei einem kurzfristigen Rückgang nicht unterschritten worden.

Ein noch höheres Wochenplus habe der Platinpreis verbucht, der um etwa 9% auf 2.080 US-Dollar zugelegt habe. Die Angebotsverknappung aufgrund der Stromkrise in Südafrika dürfte jedoch selbst auf diesem Niveau noch nicht voll eingepreist sein. Eine weitere Verteuerung sei deshalb durchaus wahrscheinlich.

Die seit mehreren Monaten bestehende negative Korrelation zwischen Goldpreis und US-Aktienmarkt sei auch in der vergangenen Woche beobachtbar gewesen. Sowohl der S&P 500 Composite-Index wie auch der Dow Jones-Index hätten rund 2% verloren. Ein gewisser Zusammenhang lasse sich bei Betrachtung der Bestände der amerikanischen Goldfonds erkennen. Sie würden sich schon seit längerem prozyklisch mit dem Goldpreis verändern, was auf Umschichtungen durch Anleger zurückzuführen sein dürfte. Langfristig bedeutender für die Entwicklung des gelben Metalls seien jedoch die Schmuckkäufer. Die Nachfrage der Juweliere nehme in der Regel etwa zwei Drittel des Goldangebots ein. Ein großer Teil hiervon gehe auf das Konto Indiens, wo traditionell viel Goldschmuck zu religiösen Anlässen und als Mitgift verschenkt werde.

In den ersten Monaten des Jahres 2008 sei die Goldnachfrage auf dem indischen Subkontinent jedoch deutlich gedämpft verlaufen, wie Importzahlen der Bombay Bullion Association belegen würden. Vom Januar bis April sei mit 75 Tonnen Gold nur ein Drittel der Menge des Vorjahreszeitraumes eingeführt worden. Die Zurückhaltung der Inder sei größtenteils auf den stark gestiegenen Goldpreis zurückzuführen. In der Vergangenheit habe die "Schmerzgrenze" bei etwa 10.000 INR (Indische Rupie) für 10 Gramm Edelmetall gelegen, ab denen Käufe in die Zukunft hinausgeschoben worden seien. Im Zeitablauf dürfte sich dieses Niveau jedoch nach oben bewegen, da sich die Interessenten allmählich an die höheren Preise gewöhnen würden. Damit bestünden gute Chancen, dass die Goldnachfrage auch aus diesem Bereich gegen Ende des Jahres wieder anziehe. (13.05.2008/ac/a/m)
Marktbericht-Datum: 13.05.2008

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