Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Der Aktionärsbrief" ist die Aktie von Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) der Bär der Woche.
Die Experten würden sich die Frage stellen, ob Google seinen Zenit überschritten habe. Der aufwärts gerichtete Trend der Aktie sei aus technischer Sicht gerade noch intakt. Sollte die Aktie aber unter 440 USD fallen, werde es eng. Dass die Google-Aktie aus fundamentaler Sicht kein Schnäppchen sei, wisse jeder. Das 2007er-KGV liege bei etwa 33. In der Vergangenheit sei die hohe Bewertung stets durch hohes Wachstum kompensiert und gerechtfertigt worden. Doch mittlerweile würden Zweifel aufkommen, ob man die Dynamik der letzten Jahre so in die Zukunft fortschreiben könne.
Das Problem liege darin, dass der Umsatz zu 60% aus Anzeigen auf den Google-Ergebnisseiten und zu 40% von Partnern stamme, die das Google-Werbesystem verwenden würden. Wie die Experten berichten würden, seien neue Expansionsfelder Fehlanzeige. Die Globalisierung des Google-Modells komme vor allem in Boomländern wie Russland oder China nicht voran. Diese Länder würden bei der Web-Suche ihre eigenen Produkte bevorzugen. Aber auch in den USA oder Westeuropa könne sich Google nicht sicher sein. Denn sobald ein Angebot auftauche, das einen substantiell besseren Service biete, würden die Nutzer blitzschnell in Scharen wechseln.
Nach Meinung der Experten von "Der Aktionärsbrief" sind bei Google die Risiken wesentlich höher als die Chancen. Gemessen daran sei die Bewertung des Titels deutlich zu hoch. (Ausgabe 11 vom 15.03.2007) (16.03.2007/ac/a/a)
Analyse-Datum: 16.03.2007